Mehr Platz im Pflegezentrum Weitra dank 4,5 Mio.-Zubau. Umbau angelaufen. Am Ende soll es mehr Zweibett- & Einzelzimmer geben, und multifunktionelle Räume mit Balkonen.

Von Helma Meierhofer. Erstellt am 04. Mai 2021 (05:11)
Oben: Gerhard Kreindl von der B. Kern-Baugesellschaft mbH und Direktorin Sabine Englmaier vor der kürzlich eingerichteten Baustelle zum Pflege- und Betreuungszentrum Weitra. Links: Noch wird an der Bodenplatte gearbeitet. Bis April 2023 soll der Zubau beim Pflege- und Betreuungszentrum in Weitra fertig sein.
Helma Meierhofer, Helma Meierhofer

Eine Qualitätsverbesserung soll ein 4,5 Millionen Euro schwerer Zu- und Umbau im Landes-Pflege- und Betreuungszentrum Weitra bringen. Der Baustart dazu fiel vor wenigen Tagen.

Das Haus wurde als Neubau 1993 eröffnet, mit dem Zu- und Umbau sollen die baulichen und organisatorischen Strukturen den zeitgemäßen Anforderungen und Maßstäben eines derartigen Betriebes gerecht werden. Im Vordergrund stehen die Anpassung an den Standard in den Mehrbettzimmern, die Verbesserung der Wohnatmosphäre sowie ein erweitertes Angebot an Wohn- und Aufenthaltsbereichen.

NOEN

Mehr Wohnqualität. Das heißt im Detail: Fünf Dreibettzimmer werden auf Zweibettzimmer umgewandelt, sehr kleine Zweibettzimmer werden als Einbettzimmer zur Verfügung gestellt. Die Anzahl der Zweibettzimmer wird von derzeit 23 auf 30 steigen, die Zahl der Einbettzimmer von 49 auf 59. Direktorin Sabine Englmaier dazu: „Mehr Platz in den Zimmern bedeutet für die Bewohner mehr Wohnqualität, aber ebenso bessere Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter in der Pflege.“

Im Zubau werden sich im oberen Bereich die Wohnräume befinden, im unteren sind Büroräume und multifunktionelle Räume geplant. Die multifunktionellen Räume können fallweise für Veranstaltungen im Haus, aber auch für Zusammentreffen von Bewohnern mit Besuchern genutzt werden. Im derzeitigen Baubestand ist eine Raumvergrößerung von zwei Aufenthaltsbereichen mit Balkonen davor geplant. Englmaier: „Wir Landmenschen brauchen Luft. Diese baulichen Verbesserungen mit Balkonen bringen auch für Rollstuhlfahrer im Haus mehr Bewegungsfreiheit und somit mehr Lebensqualität.“

„Abwechslung für Bewohner.“ Ein in die Jahre gekommener Lift wurde bereits durch einen Aufzug nach neuestem Standard ausgetauscht. Laut Direktorin Englmaier läuft der Betrieb im Pflege- und Betreuungszentrum trotz der Bauarbeiten ungehindert weiter, zur Zeit gebe es auch keine Lärmbelästigung.

Für die Bewohner bedeuten die Arbeiten Abwechslung, sie können mit Interesse mitverfolgen, was vor und in „ihrem Haus“ passiert. Es ist zur Zeit bewusst nicht voll ausgelastet. Trotz Covid-Einschränkungen sind Leitung und Personal bemüht, das Beste aus der Situation zu machen und den Bewohnern die Zeit abwechslungsreich zu gestalten – etwa mit Feiern zum Geburtstag, Ostern oder Muttertag, die dann coronabedingt oft nur in den Zimmern oder den einzelnen Wohnbereichen stattfinden können.

Fertigstellung: 2023. Die Fertigstellung des Zu- und Umbaus ist für April 2023 geplant. „Ich hoffe, dass wir alle gut durch diese Bauphase kommen. Auf das Ziel arbeite ich hin und freue mich schon auf die Fertigstellung“, meint die Heimdirektorin.