Karlstift , Mistelbach , Bad Großpertholz

Erstellt am 12. Januar 2019, 12:23

von Markus Lohninger und Karin Pollak

Winter hat oberes Waldviertel im Griff. Die Wintersportgebiete Harmanschlag und Karlstift erfreuen sich mit bis zu 80 bzw. 100 Zentimetern Schnee bester Pistenverhältnisse, dafür hält das derzeitige Winterwetter mit seit Tagen anhaltenden Schneefällen die Einsatzkräfte vor allem in der Südregion des Gmünder Bezirkes auf Trab.

Unter anderem in Hirschenwies, Mistelbach, Groß-Otten und vor allem Karlstift (Gemeinde Bad Großpertholz) musste zu Pkw- und Lkw-Bergungen ausgerückt werden, mehr noch stehen aber technische Einsätze für Räumungen von überlasteten Dächern in der Region an der Tagesordnung. „Zum Glück sind die Verkehrs-Teilnehmer sehr diszipliniert unterwegs“, streicht Stefan Neunteufel von der Feuerwehr Bad Großpertholz hervor, dass gröbere Unfälle zuletzt immerhin ausblieben.

Einen spektakulären Einsatz hatten seine Kameraden dennoch am 9. Jänner mitten im Ort, als ein Lkw im Bereich zwischen Raika Bad Großpertholz und Kaufhaus Kuttner hängen geblieben war und in eine Steinmauer zu rutschen drohte. Er wurde mittels Unimog geborgen.

Nicht wegen zu wenig, sondern wegen zu viel Schnee abgesagt wurde indes wie berichtet das vom Wintersportverein Reichenau für 12. Jänner geplante traditionelle Volksrodel- und Ziachschlittenrennen auf der Naturrodelbahn in Reichenau. Die Gefahr durch umstürzende Bäume sei zu groß, hieß es seitens der Veranstalter – für 2. Februar wird ein neuer Anlauf genommen.

Facebook-Userin Andrea Kernstock hielt das Schneechaos auf Video fest: https://www.facebook.com/andrea.kernstock/videos/2269631793080755/

Auch in Nachbarbezirken viel zu tun

Seit Mittwochmittag wurden aus dem Bezirk Gmünd insgesamt 21 Einsätze wegen Fahrzeugbergungen, hängen gebliebener Lkw, Sturmschäden und der Entfernung der Schneelast auf Dächern bei der Landeswarnzentrale registriert.

Die Floriani aus dem Bezirk Zwettl sind weiterhin am stärksten gefordert. In nur vier Tagen (von 9. Jänner mittags bis Mittag des 12. Jänner) wurden 63 Einsätze registriert, die allesamt mit dem Winterwetter in Zusammenhang stehen.

Im Bezirk Waidhofen waren es zwölf Einsätze, im Bezirk Horn lediglich vier.

Zum Thema Winter: Auch die Jägerschaft darf man bei den herrschenden Schneemengen nicht vergessen, die sich jetzt noch intensiver um die Fütterung der Wildtiere kümmern müssen. Diese appellieren an die Bevölkerung, nicht zu nahe zu den Fütterungen zu kommen. Wildtiere würden jetzt vermehrt Ruhe brauchen, um über den fordernden Winter zu kommen.