„Nachbarschaftshilfe Plus“ soll Helfern helfen. Fünf Gemeinden wollen ehrenamtliche Hilfeleistungen besser koordinieren. Doch nicht alle waren dafür.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 09. April 2021 (03:28)
Gründeten den Trägerverein „Mitanaunda“: Rainer Hirschmann, Rainer Winkelbauer, Roland Datler (v.l. im Uhrzeigersinn) sowie Vertreter der Gemeinden Eisgarn und Eggern.
privat, privat

Für das Projekt „Nachbarschaftshilfe Plus“ wurden nun die Weichen gestellt: Von den Vertretern der teilnehmenden Gemeinden Eisgarn, Eggern, Gastern, Haugschlag und Litschau wurde der Trägerverein „Mitanaunda“ gegründet, der das Projekt in allen fünf Gemeinden umsetzen wird.

Bei dem Projekt unterstützen Ehrenamtliche aus der Gemeinde Mitbürger, die Unterstützung im Alltag benötigen. Das können Fahr- und Bringdienste sein oder die Begleitung zum Arzt genauso wie Besuchsdienste, Einkaufsdienste oder auch gemeinsame Spaziergänge. Mit „Nachbarschaftshilfe Plus“ werden das Angebot und die Nachfrage in den teilnehmenden Gemeinden koordiniert. So ein Projekt läuft bereits im Zwettler Bezirk oder auch im Burgenland.

„So stellen wir sicher, dass für unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger ein hohes Maß an Lebensqualität erhalten bleibt. Jung und Alt profitieren – die Dorfgemeinschaft lebt wieder auf“, betonen die Bürgermeister der Gemeinden.

Doch nicht in allen Gemeinden erfolgte der Beschluss einstimmig: In Eggern gab es im Gemeinderat sechs Gegenstimmen sowohl von den SPÖ- als auch von ÖVP-Mandataren. Der Beschluss ging zwar mit sieben Pro-Stimmen durch, die Gegenstimmen haben aber auch die im neuen Verein vertretene Vizebürgermeisterin Renate Biedermann überrascht: „Es gab Bedenken, dass manche diesen Dienst ausnützen könnten, etwa als Gratis-Taxi“, berichtet sie. Diese Meinungen gilt es nun zu entkräften. Der Start ist derzeit für Herbst 2021 geplant.