Auszeichnung für Familie Prinz für das beste Kriecherl. Michaela und Franz Prinz setzten sich mit ihrem Kriecherl-Edelbrand gegen 60 weitere Brennereien durch.

Von Sonja Eder. Erstellt am 30. September 2017 (04:52)
Die Trophäe „Da beste Kriecherl“ erhielten Michaela und Franz Prinz aus Reichenau, „Poah - sackrisch guat“ sind auch die Kriecherlbrände von Gerhard Haider, Perwolfs und Franz Brenner, Frauendorf. Es gratulierte Organisator Christian Bisich (Verein Waldviertler Hochland Kriecherl).
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„Wer macht den besten Kriecherlbrand?“, fragte die Genussregion Waldviertler Kriecherl und prämierte am 24. September erstmals den besten „Kriecherl“. Letztlich freuten sich Michaela und Franz Prinz aus Reichenau/Freiwald über die Trophäe „Da beste Kriecherl“.

Bewertet wurden Kriecherlbrände von über 60 meist Hobby- oder Abfindungsbrennereien (Produzenten der Genussregion waren nicht zugelassen). Die Proben wurden von hochkarätigen Juroren verkostet und bewertet. Dabei erhielten nur drei der eingesandten Brände die Höchstnote „Poah-sackrisch guat“. „Von diesen Dreien kann aber nur einer die Trophäe ‚Da beste Kriecherl‘ mit nach Hause nehmen. Daher haben nur Nuancen entschieden!“, sagt Wettbewerbs-Organisator Christian Bisich, Obmann im Verein Waldviertler Hochland Kriecherl in Rappottenstein.

"Wir wollen unsere Qualität ständig steigern"

Gewinner Franz Prinz freut sich darüber: „Wir machen etwa 40 verschiedene Brände und Liköre aus den Früchten unserer 40 bis 50 Obstbäume.“ Kriecherlbrand produzieren sie seit 2002, nun gab es eine erste Auszeichnung dafür. „Auch deshalb, weil ich Kriecherl noch nie eingereicht habe“, lacht Franz Prinz. Weil er seinen Kriecherlbrand nur in Kleinmengen herstelle, könne er damit nicht an jedem Wettbewerb teilnehmen. „Wir wollen unsere Qualität ständig steigern und Wettbewerbe sind eine gute Möglichkeit, seinen Qualitätsstandard zu überprüfen“, erklärt Prinz, der mit seiner Gattin im Jahr 2014 das „Goldene Stamperl“ bei der Ab-Hof-Messe in Wieselburg für den hauseigenen Mirabellenbrand erhalten hatte.

Die Genussregion will mit der Prämierung das Bewusstsein für den Waldviertler Kriecherlbrand stärken. „Wir haben eine einzigartige Spezialität. Diese gilt es hervorzuheben“, betont Bisich. „Da beste Kriecherl“ soll auch 2018 gesucht werden.