18.000 Liter Kartoffelfruchtwasser flossen auf die B41. Ein Reifenplatzer an einem Silo-Sattelzug sorgte am Donnerstag gegen 11.15 Uhr für einen großangelegten Feuerwehreinsatz. Man ging von einem Schadstoffeinsatz aus, im Silo befand sich aber Kartoffelfruchtwasser, das für die Umwelt nicht schädlich ist.

Von Karin Pollak. Erstellt am 04. Februar 2021 (14:41)

Ein Silo-Sattelzug der Firma Marschalek war auf der B41 von Gmünd in Richtung Altweitra unterwegs. Am Waller platzte ein Reifen und dadurch wurde auch der Schlauch, der zum Abpumpen Ladung dient, defekt.

Laut Einsatzleiter Christian Winkler, er ist Kommandant der Feuerwehr Altweitra, flossen 18.000 Liter Kartoffelfruchtwasser auf die Straße und in den angrenzenden Straßengraben. Weitere 4.000 Liter pumpten die Feuerwehrmitglieder in ein Güllefass eines Landwirten aus Altweitra.

Ein Mechaniker der Firma Marschalek brachte einen Ersatzreifen zum Unfallort. Damit wurde der Brummer fahrbereit gemacht und setzte auch seine Fahrt fort.

Die Floriani halfen beim Reifenwechsel und reinigten die Straße. Im Einsatz standen insgesamt 30 Floriani von der Feuerwehr Altweitra und von der Schadstoffgruppe Gmünd/Abschnitt Weitra mit Mitgliedern aus den Wehren Weitra, Wultschau, St. Wolfgang und St. Martin. Polizeibeamte aus Gmünd und Weitra regelten während dieser Arbeiten den Verkehr, der wechselseitig angehalten worden ist.

Über diesen Einsatz wurde die Bezirkshauptmannschaft informiert. Es bestand aber zu keinem Zeitpunkt eine Umweltgefährdung, im Gegenteil, dieses Fruchtwasser soll ein sehr guter Dünger sein: "Hier wird die Straßenmeisterei den Graben oft mähen müssen", meinte ein Feuerwehrmitglied.