Beschlüsse gefasst: Gemeindegrenze wird verschoben. Illmanns und Grametten sollen auch „postalisch“ eingemeindet werden. Die Gemeindegrenze bei der „Weiten Wiese“ wird geändert. Reingers wird dadurch kleiner.

Von Karin Pollak. Erstellt am 19. Oktober 2020 (06:04)
Bürgermeister Andreas Kozar
privat

Die Gemeinden Litschau und Reingers wollen die Gemeindegrenzen bei der Streusiedlung „Weite Wiese“ bereinigen, und Grametten sowie Illmanns sollen ebenfalls die „3863“ als Postleitzahl erhalten. Das wurde bei der jüngsten Gemeinderatssitzung in Reingers beschlossen.

Antrag auf „Umpostung“ gestellt

Bei der Wasserleitungsverlegung für die „Weite Wiese“ wurde laut dem Reingerser VP-Bürgermeister Andreas Kozar wieder die Gemeinde-Zugehörigkeit der Streusiedlung zum Thema: Ein Teil der Erschließungsstraße von der Bundesstraße kommend befinde sich im öffentlichen Gut der Gemeinde Reingers.

„Auch die Stadtgemeinde Litschau, der dieses Areal mit sieben Häusern zugeschrieben ist, will diese Situation bereinigt haben. Dafür sind übereinstimmende Gemeinderatsbeschlüsse erforderlich. In einem ersten Schritt geht es nun um die Information und die grundsätzliche Willenserklärung, die Grenzänderung durchführen zu wollen“, erklärt Kozar.

Der Reingerser Gemeinderat stimmte der Vorgangsweise, durch die sich die Gemeindefläche etwas verringern wird, zu. Gleichzeitig wurde vereinbart, dass die „Weite Wiese“ mit dem Breitband über Reingers versorgt werde – wenn es weitere Förderungen gibt.

Noch eine Überschneidung mit der Stadtgemeinde Litschau wurde in der Sitzung geklärt: Aktuell erhalten Bewohner der Reingerser Katastralgemeinden Grametten und Illmanns ihre Post an die Litschauer Postleitzahl 3874 – jetzt stellte der Gemeinderat den Antrag auf eine „Umpostung“. Ziel ist die Erlangung der einheitlichen Postleitzahl 3863 für das gesamte Gemeindegebiet. Vor Einreichung des Antrages muss nun noch die Bevölkerung über die Konsequenzen informiert werden.

Nachtragsvoranschlag: Kein positives Ergebnis

Der Nachtragsvoranschlag wurde ebenfalls von den VP-Mandataren abgesegnet. „Durch Umstellung auf das neue Buchhaltungsprogramm und auch coronabedingt konnten wir keinen Cent von den Überschüssen aus dem Vorjahr veranlagen. Der Voranschlag ist somit sehr negativ. Unsere internen Berechnungen zeigen, dass wir den Ausgleich ohne Corona schaffen würden, meint Kozar dazu.

Mit welcher Höhe die Gemeinde die Feuerwehr Illmanns beim Ankauf des Hilfeleistungsfahrzeuges I unterstützen wird, bleibt indes offen. Kozar: „Da aus dem vorliegenden Angebot nicht zu entnehmen ist, welche Teile davon in der Ausrüstungsverordnung inbegriffen sind und welche nicht, wurde dieser Tagesordnungspunkt vertagt.“