Schremser Elk-Urgestein geht in Pension

Erstellt am 05. August 2022 | 04:07
Lesezeit: 3 Min
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Nach 42 Jahren als kaufmännische Angestellte bei der Firma Elk verabschiedete sich Maria Koppensteiner (2.v.l.) in den Ruhestand. Im Bild mit Geschäftsführer Stefan Schneider (l.), HR Tina Krenn und Betriebsrats-Vorsitzender Reinhard Poppinger.
Foto: privat
Maria Koppensteiner gehörte 42 Jahre lang zum Elk-Team und begleitete Aufstieg und Expansion des Fertigteilhausproduzenten.
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Seit Beginn der Fertighausentwicklung und -produktion der Firma Elk in Schrems 1980 zählte Maria Koppensteiner zum Elk-Team, im Vorjahr wurde sie als Erste überhaupt für 40 Dienstjahre bei Elk ausgezeichnet. Jetzt ist die 60-Jährige in Pension.

„Damals lernte ich die Firma Elk als Ferialpraktikantin kennen. Nach der HAK-Matura begann ich 1981 in der Buchhaltung, aber bald darauf entwickelte ich mit dem Firmengründer Johann Weichselbaum den Prozess für die kaufmännische und technische Abwicklung der Kundenhäuser“, erzählt Maria Koppensteiner.

Vom Telefax zum Mail

Nach der ersten Karenz arbeitete die zweifache Mutter in der Technik. „Nach meiner zweiten Karenz im Jahr 1992 habe ich die kaufmännische Auftragsverwaltung übernommen und bis zu meiner Pensionierung geleitet.“ Hier wurden die Kunden von der Vertragsannahme bis zur Rechnungslegung in allen kaufmännischen Belangen begleitet.

„Anfangs habe ich mit der Schreibmaschine gearbeitet, Telefax war unser bevorzugtes schriftliches Kommunikationsmittel. Anfang der 1990er Jahre erhielten wir die ersten Computer“, blickt Koppensteiner zurück. Die kaufmännische und technische Kundenbearbeitung erfolge heute kaum noch per Brief, wie fast überall üblich geht der meiste Schriftwechsel per Mail. „Musste ich anfangs noch Listen und Tabellen händisch erstellen, so ist das heute mit dem Computer eine rasche Angelegenheit. Vorausgesetzt, die entsprechenden Felder sind korrekt befüllt.“

Zum Marktführer geworden

1981 wurde Elk nach dem Erdbeben in Friaul mit der Errichtung von Häusern beauftragt. Dass Elk so rasch zum Marktführer wurde, habe auch damit zu tun, dass 1995 mit dem Europa-Haus eine für viele Leute erschwingliche Hausserie etabliert wurde. Mit einer modernen Produktionsanlage und hohem Vorfertigungsgrad war das Preis-/Leistungsverhältnis unübertroffen. „Sicher hatten auch die Expansion nach Deutschland, Tschechien, Schweiz und Italien, das Blockhaus in Morioka in Japan für die Ski-WM, die Uni in Mazedonien und vieles mehr damit zu tun. Johann Weichselbaum hatte visionäre Ideen und war seiner Zeit voraus“, meint die Neo-Pensionistin. Auch heute sei man bemüht, bei der Entwicklung der Produkte über den Zeitgeist hinaus zu denken.

Gerne denkt sie an jene Kunden in 42 Jahren zurück, die dankbares Feedback gegeben haben. „Es war immer meine Intention zu helfen, wenn es auch nicht immer einfach war. Dankbar bin ich aber meinem ersten kaufmännischen (damals noch) Direktor Panholzer. Er hat mich vieles gelehrt, denn vor über 40 Jahren wurde in der HAK noch kaum praxisnah unterrichtet. Das ist heute sehr viel anders.“

Kein Pensionsschock

Jetzt genießt Maria Koppensteiner die Zeit mit den beiden Enkeln, liest viel, geht ins Theater und trifft sich mit Freunden. In Garten und Haus ist immer etwas zu tun. Sie ist in der Pfarre als Pfarrgemeinde- und Pfarrkirchenrätin tätig und natürlich bei der Feuerwehr Kottinghörmanns – wo sie, wie berichtet, soeben das Goldene Bewerterabzeichen erhalten hat.

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