Gasthof Pauser in Gmünd hat neuen Besitzer. Familie Vural will Gebäude sanieren, Fremdenzimmer weiterhin vermieten und Gasthof 2022 neu eröffnen.

Von Anna Hohenbichler und Karl Tröstl. Erstellt am 18. Juni 2021 (04:06)
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Neue Eigentümer des bekannten Gasthofes Pauser: Zennure und Özkan Vural mit ihren Kids Pelin und Helin. Die Pizzeria beim Kreisverkehr wollen sie weiter betreiben.
Karl Tröstl, Karl Tröstl

Fast zwei Jahre ist es her, dass Werner Pauser seinen bekannten Gasthof in der Gmünder Bahnhofstraße geschlossen hat. Die Immobilie mit ihren Gasträumen, Küche, acht Fremdenzimmern und einer Privatwohnung stand lange zum Verkauf. Auch dieses Kapitel ist nun Geschichte: Der in der Bezirkshauptstadt schon erfolgreich tätige Özkan Vural hat das Gebäude gekauft und plant aktuell dessen weitere Nutzung.

Interessenten gab es, aber... Ganz einfach hat sich das Finden eines Käufers nicht gestaltet, wie Werner Pauser – er ist inzwischen wie berichtet im Schremser „Gea Hotel zur Sonne“ beschäftigt – erzählt. Interessenten habe es mehrere gegeben, die Vorstellungen seien aber oft auseinander gegangen. Darüber, dass die Immobilie nun einen neuen Besitzer hat, ist Pauser froh.

Ganz unbekannt ist Özkan Vural nicht, hat von seinem jetzigen Betrieb nicht weit zum ehemaligen Gasthof Pauser: Vural betreibt seit vier Jahren die Pizzeria Milano – ebenfalls in der Gmünder Bahnhofstraße. Besonders für seine jungen Kunden erarbeitet er dort immer wieder Neuerungen im Angebot: „Denen muss man etwas bieten“, sagt er.

Renovierungsarbeiten stehen an. Für die neue Immobilie hat er schon Pläne: „Meine Gattin Zennure und ich möchten ein gutbürgerliches Restaurant machen, wo es für jeden Wunsch Essen gibt.“ Das Gebäude sei restaurierungsbedürftig, er will deshalb im Laufe des Jahres Fenster und Türen tauschen und die Fassade sanieren.

Die acht Fremdenzimmer werden von Familie Vural – wie damals von Werner Pauser – vermietet, die Gäste bekommen Frühstück. „Wir haben bereits einige Monteure einquartiert“, erzählt Özkan Vural: „Wir werden als Familienbetrieb arbeiten. Ich bin gelernter Koch und werde in der Küche arbeiten. Meine Frau wird die Gäste bedienen, und im Notfall hilft auch mein Vater mit.“ Özkan und Zennure Vural wollen ihr gemeinsames Lokal im nächsten Jahr eröffnen.

Über eine Schließung der Pizzeria denken die beiden trotz der neuen Pläne nicht nach.