Ideen für das Gmünder Zentrum. Wohin soll sich der Erholungs- und Freizeitraum in der Stadtmitte entwickeln? Es darf diskutiert werden.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 24. Mai 2017 (05:22)
NOEN, Markus Lohninger
Bauamtsleiter Franz Höllrigl, Bürgermeisterin Helga Rosenmayer, Landschaftsplaner Franz Grossauer, Entwicklungs-Stadtrat Alexander Berger sowie Claudia Pettrich und Gloria Winkler vom Büro Grossauer (von links) präsentieren den Bestandsplan des Schlossparkes. Wohin die Reise gehen kann, das wurde im Palmenhaus öffentlich gefragt.

Der Schlosspark in direkter Zentrumsnähe Gmünds soll neu und attraktiver gestaltet werden. Die Stadtgemeinde bindet in diesen Prozess neben Landschaftsplaner Franz Grossauer – dem die Zukunft der Anlage als Anrainer auch privat am Herzen liegt – auch die Bevölkerung ein. Zusätzlich zu einer bis Anfang Juni laufendenden Befragung wurde am 22. Mai zu einem Infoabend ins nahe Palmenhaus eingeladen.

Eine dichte Bandbreite an Aspekten wurde dabei nach Heranführung an das Thema durch das Büro Grossauer aufgeworfen. Die Beleuchtungs-Situation ist trotz LED-Lichtes nicht gut, dazu herrschte Einigkeit. Diskutiert wurde über Konfliktpotenzial zwischen Radlern und Fußgängern, die Frage nach dem Bedarf bzw. Raum für eine Hundezone oder die Frage, was mit dem dichten Strauchbewuchs bei zwei der drei Eingänge geschehen solle (Grossauer: „Da geht es um ein effektives Sicherheitsgefühl“). Diskutiert wurden auch Gestaltungs-Möglichkeiten für die große Wiese, die einigen Besuchern als Ort von Schlosspark-, ÖVP- oder Rotkreuz-Festen in Erinnerung ist. VP-Bürgermeisterin Helga Rosenmayer wäre einer häufigeren Nutzung als Veranstaltungs-Ort nicht abgeneigt: „Die Wiese hätte ihren Reiz, auch für Konzerte.“ Einen Musikpavillon könne man hier installieren, schlug VP-Gemeinderat Markus Lindner vor.

Park zu Palmenhaus und Vorplatz hin öffnen?

Anregungen für eine Aufwertung betrafen auch eine Erweiterung des Spielplatzes (Bauamtsleiter Franz Höllrigl: Der sei nie geplant gewesen, sondern nach und nach entstanden), zusätzliche Sitzgelegenheiten, eine Blumenwiese oder den Bau eines Brunnens im Park oder vor dem Palmenhaus. Dazu Höllrigl: Beim Teich, der einst über den Großen Harabruckteich gespeist wurde und heute nur noch Regenwasser vom Palmenhaus abbekomme, habe es einst einen Brunnen gegeben – die Steine dazu seien wie die Steine eines früheren Brunnens am Stadtplatz großteils noch vorhanden.

Auch eine aktive Einbeziehung des Palmenhauses samt des derzeit schmucklosen, wenig gestalteten und nicht barrierefreien Vorplatzes in den Schlosspark stand zur Debatte. Alexander Berger, VP-Stadtrat für Stadtentwicklung, nannte dazu vier Ideen zwischen Sanierung des Palmenhauses, Ausbau um eine Café-Terrasse in Richtung Schlosspark und einer großzügigen Erweiterung. Die Umsetzung sei aber eine Frage von Kosten, Nutzen und Anrainern. Und, so Stadtchefin Rosenmayer: „Das Palmenhaus müsste Teil eines eigenen Konzeptes mit eigener Finanzierung sein, das wir in kleinen Schritten anpassen müssten.“

Bis dahin heißt es, eintrudelnde Ideen zu sammeln und in ein langfristiges Gestaltungskonzept einfließen zu lassen. Dieses soll dann im Herbst, wieder im Palmenhaus, diskutiert werden und – so Franz Grossauer – „noch heuer zu einem Abschluss“ gebracht werden.

Zur Internet-Befragung der Stadtgemeinde Gmünd:

www.gmuend.at

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