Auto-Bremsschlauch des Rivalen sabotiert. Als routinierter Fahrer erkannte Schremser Bremsdefekt: Er überstand perfide Attacke des Eifersüchtigen unfallfrei und unverletzt.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 08. Mai 2021 (03:30)
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„Ich wollte ihn nur lahmlegen, nicht verletzen. Ich kannte die Gegend und wusste, die Strecke ist flach oder geht nur bergauf“, gab ein gebürtiger Horner (35) vor Gericht zu, aus Eifersucht die Bremsschläuche eines Schremsers (34) durchtrennt zu haben. Den Versuch einer absichtlichen Körperverletzung, wie angeklagt, leugnete er.

Nach der Geburt eines Kindes habe seine Ehefrau wieder zu arbeiten begonnen. Zum Dienst sei sie mit einem Kollegen aus Schrems gefahren und mit der Zeit, schilderte der 35-Jährige seine Mutmaßung, sei aus der Fahrgemeinschaft mehr geworden. Nachdem er eine verräterische Nachricht am Handy seiner Frau gefunden hatte, die seinen Verdacht nährte, habe ihn Verzweiflung, seine Familie zu verlieren, zu der Fahrzeug-Sabotage getrieben: „Ich wollte, dass die ganze Scheiße aufhört. Es war eine spontane Idee und als Mechaniker hatte ich das nötige Werkzeug im Auto“, schilderte der Angeklagte.

Zum Glück merkte der Schremser den Bremsdefekt und reagierte sofort - er überstand die Attacke des Eifersüchtigen unfallfrei und unverletzt. Weiters eroberte er das Herz der Kollegin, die sich nach den Eifersuchtsanfällen und Wutausbrüchen von ihrem Mann getrennt hat.

Der bislang unbescholtene Mechaniker wurde wegen versuchter Körperverletzung, Sachbeschädigung (Auto zerkratzt) und eines Drohbriefes zu 14 Monaten bedingt und einer Geldstrafe von 900 verurteilt.