Baupläne für Ausbildungsprojekt nehmen Form an. Feinschliff für Pläne zum nächsten Ausbildungs-Millionenprojekt in Schrems. Es geht im Schulkomplex vor allem um die Themen Barrierefreiheit & Sicherheit.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 10. Mai 2021 (04:02)
Im Schremser Schulkomplex sollen bald die Baufahrzeuge auffahren.
Markus Lohninger, Markus Lohninger

Die sanierte und um einen Neubau erweiterte Berufsschule Schrems nimmt mehr und mehr Form an – und parallel dazu bahnt sich schon das nächste Schulprojekt für die Granitstadt an: Ein Millionenprojekt für Volks- und Mittelschule steht in den Startlöchern. Es soll mit einiger Verzögerung die seit 2016 in öffentlichen Gebäuden vorgeschriebene Barrierefreiheit ermöglichen.

Letzter Feinschliff wegen der Material-Engpässe. Im Jahr 2018 hatte der Gemeinderat wie berichtet einstimmig einen Grundsatzbeschluss zur Sanierung des Schulkomplexes mit Kosten in Höhe von etwa zwei Millionen verabschiedet. Jetzt befindet man sich in der finalen Planung, was etwa die Aufteilung des Gesamtprojektes in drei Etappen betreffe, informiert Bürgermeister Karl Harrer (SPÖ) auf Nachfrage: Wegen bestehender Material-Engpässe nicht nur im Baubereich, über die die NÖN vorige Woche berichtet hat, müssen demnach teilweise noch die geplanten Ausschreibungen adaptiert werden.

„Das Architekturbüro Schwingenschlögl checkt gerade ab, ob die Etappenpläne mit den aktuellen Möglichkeiten vereinbar sind, danach sollen die Ausschreibungen für den ersten Bauteil rausgehen, Gemeinde- bzw. Stadtrat die einzelnen Aufträge vergeben“, erklärt Harrer. Seitens des Landes gebe es für die Pläne an sich bereits grünes Licht.

Gebäudekomplex soll wachsen. „Ziel ist es auf jeden Fall, dass wir kurz vor Ferienbeginn loslegen und den ersten Bauteil noch vor dem Ferienende abschließen können“, gibt Harrer die Marschroute aus. Insgesamt ist das Projekt wie berichtet auf drei Bauphasen in drei Sommern ausgerichtet: Gearbeitet werden soll großteils während der Ferien, um den Unterricht nicht zu beeinträchtigen. Insgesamt geht es wie berichtet primär um die Herstellung der Barrierefreiheit innen und außen, wofür unter anderem Rampen, Einbauten von Aufzügen und Treppenliften sowie Niveau-Angleichungen erforderlich sind.

Weil dafür einige Flächen wegfallen müssen, sind zugleich auch Außen-Anbauten unter anderem beim Turnsaal und beim Volksschul-Lehrerzimmer geplant, wie Stadtchef Harrer erklärt. So soll im Inneren ein Teil der Sanitäranlagen für eine Erweiterung der Gänge geopfert – und dafür außen an den Turnsaal neu angedockt werden. Diese Arbeiten dürften teilweise, weil im Freien, auch parallel zum Schulbetrieb möglich sein.

Auch Brandschutz wird Thema. Realisiert werden sollen auch Brandschutz-Maßnahmen wie die Installierung von Brandabschnitten, brandhemmenden Türen oder eines Frühwarnsystems. Zum Schluss ist die Generalsanierung des Bestandes geplant. Für jene Kosten, die nicht durch Förderungen gedeckt sind, kommen die Stadtgemeinde (für die Volksschule) bzw. die Mittelschulgemeinde auf.