Diebstahl im Unterwasserreich: Unruhe ebbt nicht ab. Unruhe ebbt zwei Wochen nach Bekanntwerden des Diebstahls nicht ab. Karl Harrer: „Kann nur Weichen neu stellen.“

Von Markus Lohninger. Erstellt am 13. September 2017 (05:50)
Markus Lohninger
Karl Harrer will die Angelegenheit im nächsten Gemeindebrief aus seiner Sicht offiziell darstellen. 

Noch nicht abgeebbt ist die Aufregung um fast 56.000 Euro in bar, die zwischen Mitte 2012 und Ende 2015 aus dem defizitären Unterwasserreich in Schrems entwendet wurden – und genauso um die monatelange totale Geheimhaltung seitens eines kleinen Kreises der SPÖ, die selbst in den eigenen Reihen für Unmut gesorgt hatte.

Sehr oft in den fast zwei Wochen seit Bekanntwerden der Causa durch einen Vorab-Artikel auf gmünd.NÖN.at sei er aus der Bevölkerung darauf angesprochen worden, sagt Bürgermeister Karl Harrer (SPÖ) zur NÖN. Er wolle das dunkle Kapitel allmählich abschließen, beteuert er: „Ich habe keinen Schuldigen. Was geschehen ist, das geschah großteils vor meiner Zeit als Bürgermeister und kann nun nicht mir vorgeworfen werden. Ich kann das Geld nicht zurückzaubern, aber die Weichen für die Zukunft neu stellen.“

Viele Fragen formuliert etwa der pensionierte Schulzentrum-Professor Gerald Oberbauer aus Niederschrems in einem Leserbrief an die NÖN.

Viele Fragen, wenig konkrete Antworten

Warum der Diebstahl so lange nicht aufgefallen sei, fragt er, wie der Schaden dann doch entdeckt und sogar auf den Euro genau berechnet wurde. Oder ob die Ermittlung der Staatsanwaltschaft tatsächlich gar nichts ergeben habe. Oberbauer fordert eine Information der Bürger „nicht nur über die Medien, sondern auch im direkten Kontakt mit den Bürgern“.

Die konkrete Summe sei vom Steuerberater des Unterwasserreichs im Nachhinein aufgearbeitet und für den Rechnungsabschluss 2016 – der zuletzt im Gemeinderat zur Freigabe der notwendigen Subvention vorgelegt wurde – genannt worden, sagt Karl Harrer. Und zur Staatsanwaltschaft: „Es gab scheinbar Ermittlungen, scheinbar wurde niemand gefunden, den man hätte bestrafen können.“ Er wisse daher nicht, wie das Geld verschwunden sei, beteuert der Stadtchef, „es könnten genauso auch Einbrecher gewesen sein. Für die aktuelle Belegschaft lege ich jedenfalls die Hand ins Feuer. Das sind alles rechtschaffene, brave Hackler.“

Eine offizielle Information an die Gemeindebürger kündigt Harrer für die nächsten Gemeindenachrichten an, wo er seinen Wissensstand weitergeben will.

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