Ganz Kurzschwarza wird 50er-Zone. Die 70er-Zone bei der Einfahrt von Kurzschwarza von Vitis kommend ist bald Geschichte. Die jahrelange Forderung der Gemeinde hatte Erfolg: Die Behörde gab grünes Licht für die 50er-Zone.

Von Karl Tröstl. Update am 27. November 2020 (16:58)

Der zunehmende B2-Durchzugsverkehr durch die Orte Lang- und Kurzschwarza ist ein Dauerthema in der mehr als 300 Einwohner großen Schremser Katastralgemeinde – seit Jahren fordert die Politik von Bürgermeister Karl Harrer (SPÖ) abwärts wie berichtet die Installierung einer fixen Radarbox bei der Einfahrt von Schrems kommend und die Umwandlung der 70er-Beschränkung bei der anderen Einfahrt zum 50er. Und dieser 50er kommt in Kürze.

Der ortsansässlige Stadtrat David Süß und die Nationalratsabgeordnete Martina Diesner-Wais (beide ÖVP)  haben sich dazu für ein Verfahren stark gemacht. Den dazu erforderlichen Antrag bei der Bezirkshauptmannschaft Gmünd stellte die Stadtgemeinde Schrems. Dazu langte am 26. November ein Schreiben der Behörde im Schremser Stadtamt ein.  Laut SP-Bürgermeister Karl Harrer gibt es somit einen ersten Teilerfolg.  In dem Schreiben heißt es nämlich: „Bei einem kürzlich durchgeführten Ortsaugenschein durch den Verkehrssachverständigen des Landes wurde festgestellt, dass die ursprünglich verordnete Tempo-70-Beschränkung im Bereich Kurzschwarza entfernt werden kann. Somit wird die B2 aus Richtung Vitis kommend ab der Ortstafel Kurzschwarza durchgehend als Ortsgebiet mit gesetzlicher höchst zulässiger Fahrgeschwindigkeit von 50 km/h deklariert“, zeigt Harrer auf. Die Umsetzung dieser Maßnahme solle laut dem Bürgermeister in den nächsten Tagen erfolgen.  

„Wir freuen uns im Namen aller Bewohner in Kurzschwarza über diese erste Maßnahme, die  den Verkehr bremsen wird, und  erhoffen uns natürlich, dass unser Ansuchen vom Mai 2019 betreffend der fixen Radaranlage damit ebenfalls in die Umsetzungsphase kommt,“ meint  Harrer dazu.

Schon vor etwa einem halben Jahr wurde vom Schremser Gemeinderat eine umfassende Resolution zur Verkehrssituation in der Doppelortschaft beschlossen.  „Der Bereich rund um die B2 innerhalb unserer Ortschaft ist zunehmend gefährlicher geworden, vor allem für Kinder und Jugendliche. Das von der Gemeinde installierte Tempomessgerät dokumentiert unzählige Geschwindigkeitsübertretungen“, so Stadtrat Süß. Das Messgerät ergab zuletzt wie berichtet, dass 62 Prozent aller registrierten Werte (inklusive Traktoren, Mopeds und Radlern) über dem Erlaubten liegen.

„Klar ist, dass die zulässige Geschwindigkeit eingehalten werden muss, die Überprüfung erfolgt am sinnvollsten mit einer fixen Radarbox. Gerade in Coronazeiten merkt man, dass immer mehr Raser unterwegs sind, die freie Straßen fürs Tempobolzen nutzen. Das muss abgestellt werden!“, wünscht sich Süß  eine erste fixe Radarbox im Gmünder Bezirk als nächsten Schritt.