Älteste Frau in NÖ ist 110 Jahre alt. Die Waldviertlerin Margarete Tröstl weiß den Grund für ihr Alter: „Der Herrgott hat mich lieb.“

Von Karin Pollak und Markus Lohninger. Erstellt am 03. März 2021 (05:58)
Zum 110. Geburtstag von Margarete Tröstl gratulierten Sohn Horst, Heimleiter Johann Deinhofer und Pflegedienstleiterin Maria Faltin.
Pflege- und Betreuungszentrum Schrems

Die älteste Frau in Niederösterreich machte ihr Versprechen, das sie vor einem Jahr gegeben hat – „die 110 pack ich auch noch!“ – wahr: Margarete Tröstl machte am 26. Februar die 110 Lebensjahre voll – coronabedingt mit nur wenigen Gratulanten im Pflege- und Betreuungszentrum Schrems.

Die Jubilarin, die an ihren Jubeltagen gerne viele Gratulanten um sich hat, musste diesmal auf Bezirkshauptmann, Bürgermeister und Pfarrer verzichten. Gefeiert wurde trotzdem. Sohn Horst, Pflegedienstleiterin Maria Faltin und Heimdirektor Johann Deinhofer stellten sich als Gratulanten mit einer Torte ein. Auch dieses Mal erzählte sie amüsante Geschichten aus früheren Zeiten, aus ihrem privaten und beruflichen Bereich.

Geboren und aufgewachsen ist Tröstl in der Gmünder Böhmzeile. Die Kindheit schilderte sie schon 2016 – zum 105er – als entbehrungsreich, sie sei aber mit ihren vier Geschwistern in Geborgenheit, mit Gottvertrauen und Ehrlichkeit aufgewachsen. In der Firma Bobbin fand sie Arbeit, im Café Schneider in Gmünd ihren späteren Gatten, einen Offizier und gelernten Tischler. Wunschkind Horst kam zur Welt, die Familie zog nach Wien, wo Tröstl 35 Jahre lang als Reiseassistentin in den Persil-Werken arbeitete.

Versprechen vom Bezirkshauptmann

In der Pension kehrte sie in die Heimat zurück, seit 2014 lebt sie im PBZ Schrems. „Margarete Tröstl ist bis zum heutigen Tag zufrieden und glücklich. Besonders genießt sie die Besuche ihres Sohnes, der sie über das Tagesgeschehen am Laufenden hält“, sagt Heimleiter Deinhofer. Bezirkshauptmann Stefan Grusch versprach vor einem Jahr, er bringe zum 110er auch Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner zum Gratulieren mit. „Das Versprechen löse ich ein. Sobald es die Situation erlaubt, kommen wir nach Schrems“, betont er nun.

Für die Antwort auf die Frage, wie es einem gelinge, so alt zu werden, braucht die Jubilarin nicht lange nachzudenken: „Ich bin so alt geworden, weil mich der Herrgott lieb hat.“ -