Granit für die Wiener. Mariahilfer Straße / Auf Österreichs größter Einkaufsstraße wird man künftig auf Steinen aus den Granitwerken Kammerer wandeln. Umbau soll Mitte November beendet sein.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 07. August 2014 (00:01)
NOEN, privat
In mühsamer Kleinarbeit verlegen die Bauarbeiter aus dem Waldviertel die 14 Zentimeter dicken Granitplatten.

SCHREMS / Auch wenn derzeit andernorts Sommerflaute herrschen mag, für das Granitwerk Kammerer aus Schrems gibt es im heurigen Sommer keine Gelegenheit, durchzuschnaufen. Denn mit dem Großprojekt des Umbaus der Mariahilfer Straße in Wien hat die Waldviertler Firma einen Prestigeauftrag, der gerade Mitten in seiner Umsetzung steckt, an Land gezogen. Projektleiter Ernst Eder erklärt: „Dieses Projekt ist derzeit eines der wichtigsten im ganzen Land. Natürlich ist das für unsere Firma eine große Sache.“

In den letzten beiden Monaten konnte der erste von zwei Bauabschnitten bewältigt werden. Zwischen der Kirchengasse und der Andreasgasse verlegten die Waldviertler Bauarbeiter auf einer Fläche von 6.500 Quadratmetern 6.500 Tonnen Bodenplatten aus Herschenberger Granit, Hartberger Granit und Gebhartser Syenit. „Jede Woche fahren wir mit 15 LKW-Zügen nach Wien, um diese riesige Menge zur Baustelle zu bringen“, erzählt Eder, der betont, dass die Granitwerke Kammerer für den Transport eng mit Speditionen aus dem Gmünder und Schremser Raum zusammenarbeitet.

In dieser Woche geht‘s nun mit dem zweiten Bauabschnitt los. Zwischen der Neubau- und der Andreasgasse soll eine „Begegnungszone“ entstehen. Diese Regelung erlaubt es Anwohnern und Besuchern, Einkäufe, Koffer oder Kinderwägen ein- und auszuladen und zur Wohnung zu bringen. Dauerhaftes Parken ist hingegen nicht möglich.

Auch in diesem Bereich werden von der Schremser Firma Pflasterarbeiten, die zwei bis drei Monate dauern sollen, durchgeführt. Insgesamt wird dann eine Fläche von 15.000 Quadratmetern mit 14 Zentimeter dicken Waldviertler Bodenplatten ausgelegt sein. „Dann stellen wir noch 68 Stück Möblierungselemente auf“, sagt Eder.

„Mahü“ soll Mitte November fertig sein

Abgeschlossen sollen die Umbauarbeiten dann Mitte November sein. Dass dieser Termin auch eingehalten werden kann, steht für Eder fest, denn: „Wir haben auch in den letzten zwei Monaten sehr intensiv gearbeitet. Die Zusammenarbeit mit den anderen Baufirmen passt auch. Wir haben zehn zusätzliche Mitarbeiter für dieses Projekt eingestellt und arbeiten sieben Tage die Woche im Schichtbetrieb.“

Schon im Vorfeld des Projekts haben die Granitwerke in eine moderne Sandstrahlanlage investiert. Eder: „Wir haben zwei Monate vor Baubeginn eine Anlage für die Platten für die Fußgängerzone angeschafft, die die größte ihrer Art in Österreich ist.“