Granit verzögert Arbeiten an Hochwasserschutz. Schrems: Das Abschremmen des Felsen im Flussbett der Braunau wird Monate dauern.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 01. August 2021 (04:03)
440_0008_8132780_gmu30schrems_hochwasserschutz.jpg
Ein Granitfelsen in der Braunau bremst die Errichtung des Hochwasserschutzes bei der Braunau im Bereich des Götheparkes. Roman Pigl von der Wasserabteilung, Andreas Polt von der Firma Polt sowie Polier Alexander Moser und Stadtrat Ernst Hobecker beim Lokalaugenschein.
Karl Tröstl, Karl Tröstl

Im Bereich des Goetheparkes rechnete man mit baldiger Fertigstellung des Hochwasserschutzes entlang der Braunau. Doch – wie sollte es in der Granitstadt anders sein – stieß der Bagger im Bereich der alten Kläranlage auf eine Granitplatte. Dadurch verzögern sich die Arbeiten.

Der Fels zieht sich über eine Länge von etwa 50 bis 60 Laufmetern entlang des Braunau-Fluss-Bettes. In diesem Bereich muss aber die Sohle des Flussbettes um rund 80 Zentimeter tiefer gelegt werden. Zum Einsatz kommen daher nun Pressluftbohrgeräte und Hydro-Meißel.

„Durch diese zusätzlichen Arbeiten wird der Bauzeitplan erheblich verzögert. Vermutlich wird es Monate dauern, bis der Granitstein herausgearbeitet ist“, erklärt Baupolier Alexander Moser. „Die Bauarbeiten werden von ökologischer Seite begleitet und überwacht, sodass auch für eine entsprechende Renaturierung gesorgt ist“, erklärt Stadtrat Ernst Hobecker (SPÖ).

Wegen der Errichtung des Hochwasserschutzes war es auch notwendig, die Bäume und Sträucher in diesem Bereich auszugraben. Diese wurden mit den Wurzelballen entfernt, eingekürzt und auf einem schattigen Platz provisorisch eingepflanzt. Sie sollen nach dem Abschluss der Bauarbeiten wieder am Ufer der Braunau gepflanzt werden, damit es nach kurzer Zeit wieder einen idealen Uferbewuchs gibt. „Auch für Fischverstecke im Flussbett wird mit einigen Baumstämmen gesorgt, damit können sich Höhlen bilden,“ meint Roman Pigl von der Wasserabteilung. -kt-