Kieferorthopädie: Spangen, Schienen – und der Spaß an Fehlstellungen

Erstellt am 26. September 2022 | 05:30
Lesezeit: 3 Min
kieferorthopäde schrems
Günter Flatischler, Andrea Kapfer, Lydia Schmelzle und Margit Schröder sind inzwischen ein eingespieltes Team.
 
Foto: privat
Kieferorthopädie hat sich nach schwierigem Start etabliert – nicht nur bei Kindern.
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Schrems Zwei Jahre ist es her, dass sich Günter Flatischler in Schrems niedergelassen und den Kassenvertrag für Kieferorthopädie übernommen hatte. Zuerst war er in der Ordination von Zahnärztin Marlis Bergmann tätig, kündete aber auch schon in der NÖN an, eine Ordination im Dachgeschoß des Hauses in der Schulgasse einrichten zu wollen. Der geplante Einzugstermin im Winter 2020 ging sich nicht aus, im März vergangenen Jahres war es schließlich soweit.

Nach Jahren in Schweden und England ein Waldviertler

Die Pandemie und die damit verbunden Lockdowns wirkten sich freilich auf die Anfangszeit der Praxis aus. Aber: „Es hatte auch den Vorteil, dass wir uns langsam einleben konnten, auch privat“, sagt Lydia Schmelzle, Flatischlers Lebensgefährtin und Unterstützung im Ordinationsmanagement. Privat hat es den gebürtigen Wiener nach über 30 Berufsjahren in Schweden und England wie berichtet ebenfalls ins Waldviertel verschlagen: Das Paar lebt in Gmünd und sieht sich auch zukünftig in der Region.

Inzwischen habe sich auch die Ordination gut entwickelt, sagt Günter Flatischler. In erster Linie werden Zahnspangen-Behandlungen für Kinder und Jugendliche als Kassenleistung angeboten, aber auch Erwachsene gehören zu den Patienten. In der Ordination wurde ein Röntgenraum eingerichtet, die vor zwei Jahren versprochene Digitalisierung in vielen Bereichen wurde umgesetzt: Unter anderem wird der Kieferabdruck über einen 3D-Scan genommen. Das Team ist aktuell zu viert.

Zusammenarbeit mit Zahnärzten wichtig

Als Kieferorthopäde hat Flatischler mit einer Reihe an Fehlstellungen zu tun. „Das macht unglaublich Spaß“, sagt er. Und das, obwohl nicht jede Fehlstellung leicht zu korrigieren ist: Oft braucht es Tricks aus der langjährigen Berufserfahrung – und vor allem Geduld. Trotzdem lasse sich das Ergebnis sehen, sei meist schon nach wenigen Monaten Motivation für Patienten und Arzt. Die Zusammenarbeit mit Zahnärzten aus der Region funktioniere gut, betont er: „Ich sehe mir ein Röntgenbild an, das die Kollegen machen, und weiß schon Bescheid, was zu tun ist.“

Viele Probleme und Fehlstellungen seien auf Angst vor zahnärztlicher Behandlung zurückzuführen, sind sich Günter Flatischler und Lydia Schmelzle einig. Umso wichtiger seien Kooperation mit Zahnärzten einerseits und Zeit für den Patienten andererseits. Dass es genug zu tun gibt, haben die beiden in den vergangenen zwei Jahren jedenfalls erkannt. 

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