Kommt Hotel-Projekt noch 2018?. Intensiv-Workshop im Dezember könnte Klarheit über Zukunft der früheren Ramharter-Fleischerei am Hauptplatz bringen. Aktueller Budgetrahmen: 3 bis 6 Millionen Euro.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 01. Dezember 2017 (04:49)
NOEN, Markus Lohninger
Die ehemalige Fleischerei Ramharter in Schrems (rechts).

Womöglich beflügelt durch den Klimaschutzpreis 2017 für das Sonnengutschein-Modell seiner Waldviertler Werkstätten, könnte das zunächst mehrfach verschobene Projekt „Hotel zur Sonne“ von Heini Staudinger doch bald Flügel bekommen.

Noch diesen Dezember soll es, wie der Firmenchef sagt, zu einem Treffen mit dem Bregenzer Architekten und Uni-Professor Roland Gnaiger – einem der renommiertesten und bekanntesten Planer Österreichs – kommen. „Wir veranstalten einen dreitägigen Planungs-Workshop mit dem Hintergedanken, vielleicht doch noch 2018 mit dem Bau beginnen zu können“, sagt Staudinger, der das Erweiterungsprojekt für das Hotel Post am Schremser Hauptplatz noch vor wenigen Wochen ins Jahr 2019 datiert hatte und 2018 zum Planungsjahr erkoren hatte.

Projekt wurde immer wieder vertagt

Ins Rollen war das Projekt wie mehrfach in der NÖN berichtet im Jahr 2015 gekommen, als Staudinger das Nachbargebäude des Hotels – die stillgelegte Fleischerei Ramharter – angekauft hatte. Unter anderem ein 24-köpfiges Uni-Projektteam hat sich seither den Kopf darüber zerbrochen, was nach Abbruch des betagten Gebäudes so alles baulich angestellt werden könnte. Von einer Verdoppelung der Kapazität auf mehr als 60 Zimmer war die Rede, auch Wohnraum für Senioren und Mitarbeiter wurde angedacht.

Auch wegen ausufernden Sanierungsbedarfs am ebenfalls aufgekauften ehemaligen Parkkindergarten wurde das Hotel-Projekt – für das ebenfalls auf das nun preisgekrönte „Sonnen-Gut-Scheine“-Modell zurückgegriffen werden soll – aber immer wieder vertagt.

Je nach Größe und Etappen des Ausbaus geht Heini Staudinger heute von drei bis sechs Millionen Euro an Kosten aus.