Kontroverser Vortrag: Aufregung um Fischotter. Ausführungen von Experten Andreas Kranz stießen bei vielen Gästen im Unterwasserreich auf Unverständnis. Anschließende Diskussion verlief sehr heftig.

Von Karl Tröstl. Erstellt am 01. Juli 2017 (04:36)
Beim Vortrag über den Fischotter im Unterwasserreich Schrems: Otto Lapoch, Willibald Hafellner, Ingrid Hagenstein, Magdalena Meike, Bürgermeister Karl Harrer, Josef Limberg, Andreas Kranz, Unterwasserreich-Geschäftsführerin Monika Hubik, Michael Preissl und Martin Speychal.
NOEN, Karl Tröstl

Zahlreiche Interessierte waren am 23. Juni in den Vortragsraum des Unterwasserreiches Schrems gekommen. Seitens des Naturschutzbundes wurde ein Vortrag mit dem Fischotter-Experten Andreas Kranz gestaltet.

Diskussionsrunde verlief sachlich, aber sehr heftig

Etliche Teichbesitzer und Teichwirte waren gekommen, um ihren Unmut gegenüber dem Fischotter zu äußern. Einige äußerten auch Unmut über den Vortrag, denn die Zahlen aus den einzelnen Bundesländern waren nicht immer aktuell, jene zur Anzahl der Fischotter in Niederösterreich stammten aus dem Jahr 2008 – was so manchem Fischzüchter die Korrektheit des Vortrages anzweifeln ließ. Zudem fiel es schwer, als „Normalbürger“ den teils sehr wissenschaftlichen Ausführungen mit Fachbegriffen, deren Definitionen und Grafiken zu folgen. Zwischenfragen wurden zwar von Moderatorin Bettina Haller notiert, aber nicht einer exakten Klärung zugeführt.

Die nach dem Vortag auf der Terrasse des Unterwasserreiches stattfindende Diskussionsrunde verlief sachlich, aber sehr heftig, da manche Teichwirte Schäden in der Höhe von mehreren tausenden Euro verzeichnen. Als politische Beobachter waren unter anderem die Ministerialrätin für Artenschutz und Naturparks, Enrica Seltenhammer, Bürgermeister Karl Harrer, Stadtrat Michael Preissl und Gemeinderat Martin Speychal anwesend – sie alle hoffen auf ein künftig besseres Auskommen zwischen Befürwortern und Gegnern.