Nachverhandlungen: Start für Stadtamt vertagt. Angebote für Umbauprojekt liegen auf dem Tisch, Gemeinde will aber an Kostenschraube drehen. Harrer: „Haben uns das einfacher vorgestellt.“

Von Markus Lohninger. Erstellt am 01. Oktober 2018 (04:59)
Karl Harrer.
Markus Lohninger

„Bitte warten!“, heißt es vorerst für das Sanierungs- und Umbauprojekt des Schremser Stadtamtes: Die Angebote für die Baugewerke, Gebäudetechnik, Stahlbau und Elektroanlagen wurden zwar vorige Woche geöffnet, noch sind aber laut Bürgermeister Karl Harrer (SPÖ) „diverse Gespräche und Nachverhandlungen“ notwendig. Die Gemeinderats-Sitzung, in der die Aufträge vergeben werden sollen, wurde daher vorerst vertagt.

Man habe es sich etwas einfacher vorgestellt, räumt Harrer ein. „Wir werden uns genau ansehen, was in den Angeboten steht und ob das in der Form kommen muss.“ Er rechnet damit, dass die Kosten noch etwas nach unten geschraubt werden können – auch, indem manche Leistungen vielleicht vom städtischen Bauhof selbst erbracht werden.

Das Stadtamt inklusive Nachbargebäude für Arzt und Polizei wird im Zuge einer Sanierung barrierefrei umgebaut. Die ÖVP hatte diese Pläne grundsätzlich unterstützt, die Form der Neugestaltung inklusive Dachausbau mit Bürgermeister- und Direktionsbüro aber heftig kritisiert. Dennoch wurde das Projekt mit maximalen Nettobaukosten (ohne Einrichtung) von 2,7 Millionen Euro im Gemeinderat mehrheitlich angenommen. Der Kostenrahmen soll auf jeden Fall eingehalten werden, betont Karl Harrer. Ausgeschrieben sind mittlerweile auch schon die Zimmerer-Arbeiten.