Neuer Bescheid für Hochwasserschutz. Niederschrems erhält Hochwasserschutz in leicht veränderter Form.

Von Markus Füxl. Erstellt am 14. Juni 2019 (11:43)
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Blick in das geschützte Areal beim Braunaubach.

Nachdem Gutachter das Projekt Hochwasserschutz Niederschrems geprüft hatten, gibt es jetzt ein Ergebnis: Die Arbeiten im Bereich Kriegerdenkmal und Heumühle laufen weiter – in leicht abgeänderter Form.

Wie berichtet stellte sich heraus, dass Teile des wasserrechtlich genehmigten Projektes in die 1996 in den Rang eines Naturdenkmals erhobene und somit geschützte „Durchbruchsstrecke des Braunaubaches“ fallen. Ende April brachte die Stadtgemeinde Schrems eine adaptierte Form des Projekts ein. „Wir haben einen neuen Bescheid erlassen, der mit dem Naturdenkmal in Einklang steht“, erklärt Hadmar Senk von der Gmünder Bezirkshauptmannschaft.

Das Projekt solle „abwechslungsreicher und naturnahe gestaltet werden“, sagt Senk. So wurde die Strecke, in der Flut-Maßnahmen umgesetzt werden, verkürzt. Am rechten Ufer wird der Bach verbreitert, links soll wie berichtet eine Steinmauer errichtet werden. Sie ist in der neuen Form geneigt mit offenen Setzungen, die bepflanzt werden sollen.

"Wollen möglichst rasch starten"

Außerdem soll eine ökologische Bauaufsicht das Projekt begleiten. „Die Kosten dafür sind nicht unbeträchtlich. Das muss es uns aber wert sein“, sagt Bürgermeister Karl Harrer (SPÖ). So dürften zu den geplanten 870.000 Euro noch einige tausend Euro dazu kommen. Harrer ist froh, dass das Projekt mit einem neuen Bescheid doch umgesetzt werden kann: „Auch die Anrainer sind beruhigt. Nun wird mit dem geringsten Eingriff in die Natur vorgegangen.“

Laut SP-Baustadtrat Michael Preissl soll rasch mit den Arbeiten begonnen werden. „Die Baufirmen haben ja mit einem Start im Frühjahr gerechnet. Jetzt haben sie sich auch andere Vorhaben eingeteilt. Wir versuchen, dass wir möglichst rasch starten.“ – Das Hochwasserschutzprojekt soll noch heuer abgeschlossen werden.