Opposition stellt Antrag für Photovoltaik. „Chance für Vorreiterrolle“: ÖVP Schrems schlägt 250-Euro-Zuschüsse für private PV-Anlagen und Stromspeicher vor.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 22. Juni 2021 (16:30)
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Fordern 250-Euro-Förderungen der Stadtgemeinde Schrems für den privaten Bau von PV-Anlagen oder Stromspeichern: Wolfgang Zibusch, Abgeordnete Martina Diesner-Wais, die Stadträte David Süß und Beatrix Kainz sowie Franz Brantner und Erich Brantner (v.l.).
Karl Tröstl, Karl Tröstl

Der Schremser Gemeinderat trifft diese Woche nach der politisch umstrittenen vorigen, virtuell abgehaltenen Sitzung wieder physisch zusammen. Dabei wird auch über zwei von der Opposition eingebrachte Anträge zu befinden sein.

„Klimaschutz muss leistbar sein.“ Konkret geht es in der Stadthalle um die geplante Neugestaltung des Stadtparkes, über die die NÖN ausführlich berichtet hat, und eine Förderschiene für die Errichtung privater Photovoltaikanlagen bzw. Stromspeicher. Letztere sieht, wenn es nach ÖVP-Fraktionschef Tobias Spazierer als Antragsteller geht, ab September einen Zuschuss von 250 Euro pro Förderungswerber und Haushalt vor. Es gelte, den „Klimaschutz konsequent voranzutreiben“. Die Energiewende müsse von privaten Häuslbauern bis zu Industriebetrieben mitgetragen werden – das trage auch dazu bei, zum Energie-Selbstversorger zu werden.

Die Förderung habe auch eine soziale Komponente, betont ÖVP-Stadtrat David Süß: „Klimaschutz muss auch leistbar sein. Daher wollen wir damit einen Anreiz setzen und gleichzeitig einen Kostenbeitrag ermöglichen. Wer etwas fürs Klima tut, soll dafür belohnt werden.“ Jetzt habe die Stadt die Chance, eine „Vorreiterrolle“ einzunehmen und Bürger am Weg zur Energiewende mitzunehmen.

Was der Gemeindechef dazu sagt? Bürgermeister Karl Harrer (SPÖ) hält beide Anträge für „sehr fraghaft, diese Dinge sind ja alle schon im Laufen“. Die entsprechenden Ausschüsse würden sich auch mit ÖVP-Beteiligung bereits mit den Themen befassen, die Kleinregion arbeite zudem an einem gemeinsamen Photovoltaik-Förderprojekt (die NÖN berichtete). Daher kündigt Harrer für die Sitzung eine Erklärung zum Status quo in den Angelegenheiten an.

Es brauche für die Gemeinde eine über das Angebot der Kleinregion – 200 Euro für hundert Anlagen – hinausgehende Förderschiene, betont Süß. Die Gemeinde Waldenstein biete eine solche bereits.

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