Sieben Personen wegen Vergiftung im Spital. Ein ungewöhnlicher Großauflauf wegen eines vermeintlichen Gasaustrittes in einem Gebäude am Schremser Hauptplatz am 28. Juni hinterlässt auch am Tag danach noch Fragezeichen: Es gibt im Haus gar keine Gasleitung – und auch keinen mit Festbrennstoffen betriebenen Ofen.

Von Red. Gmünd. Erstellt am 29. Juni 2020 (10:34)
Rotes Kreuz

Nachdem ein Patient mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in der Nacht zum 28. Juni ins Landesklinikum Gmünd eingeliefert worden war, mussten jedenfalls zahlreiche Rettungskräfte, die Feuerwehr und die Polizei auf den Hauptplatz in Schrems ausrücken. Insgesamt wurden sieben Personen, die im Haus, in dem sich einst das Spielwarengeschäft Greiner befand, in die Spitäler nach Gmünd und Zwettl gebracht, darunter auch drei Kinder. Einige davon sind bereits wieder zuhause.

Die Ursache dieser Symptome ist noch unklar. Laut Alexander Glanzer, Kommandant der Feuerwehr Schrems, wurde nämlich gar kein Rauchgas-Austritt in dem Haus registriert. „Es gibt weder eine Gasleitung, noch einen Ofen, der mit Festbrennstoffen beheizt wird. Das Haus ist an das Fernwärmenetz angeschlossen.“ Beim Eintreffen der Rettungskräfte wurden alle Bewohner dieses Hauses aus ihren Wohnungen geholt.

Auch das Rote Kreuz bestätigt, dass das Kohlenmonoxid-Warngeräte der Rettungskräfte nicht angeschlagen hätten. „Vier Personen haben ebenfalls Symptome gezeigt und wurden genauso in Spitäler gebracht. Zwei weitere Bewohner kamen dann noch dazu“, erklärte Markus Hobiger vom Roten Kreuz. Bereits am Sonntag-Nachmittag konnten einige dieser Patienten wieder heim.

Bei diesem Einsatz, der um 7.10 Uhr beendet worden ist, waren das Rote Kreuz Schrems, Gmünd und Weitra, vor Ort. Da die Ursache der möglichen Rauchgasvergiftung der sieben Bewohner nicht eruiert werden konnte, sind weitere Ermittlungen im Gang.