Schrems: SP-Absolute ist erstmals gefallen!. Historisches Ergebnis in der Granitstadt Schrems: Die SPÖ unter Bürgermeister Karl Harrer, die schon 2015 drei Mandate eingebüßt hatte, verlor noch einmal zwei Mandate - und damit erstmals auch die absolute Mehrheit im Gemeinderat! Große Gewinnerin ist neben der ÖVP auch die im Unfrieden von der SPÖ geschiedene Gemeinderätin Viktoria Prinz.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 26. Januar 2020 (15:59)
Karl Harrer, David Süß
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Bürgermeister Harrer bestätigt auf NÖN-Nachfrage das vorläufige Ergebnis (das amtliche Ergebnis soll erst gegen 18 Uhr bekannt gegeben werden), in dem die Schremser Sozialdemokraten zwei Mandate verloren und somit in der künftigen Legislaturperiode  nur noch 14 (statt bisher 16) der 29 Gemeinderats-Sitze besetzen. Lediglich zwei einzelne Stimmen fehlten demnach zum Erreichen des 15. Mandates - jene zwei, mit denen die Grünen um Ferry Kammerer ihr 2015 errungenes Mandat trotz Stimmenverlustes verteidigten. Harrer: Man nehme das Ergebnis zur Kenntnis, „der Wähler hat es so gewollt“. Es gelte nun, sich Gedanken über die politische und persönliche Zukunft zu machen

Die Volkspartei um Stadtrat David Süß darf künftig elf statt bisher neun Mandatare stellen und feiert ihren bislang größten Erfolg in der Granitstadt. Die FPÖ verlor indes eines ihrer beiden 2015 errungenen Mandate, das BZÖ trat nicht mehr an.

Pikant: Wie schon 2015 in der Bezirkshauptstadt Gmünd kostete den Sozialdemokraten unterm Strich wohl ein Konflikt innerhalb der SPÖ die absolute Mehrheit. - Die 2015 auf einem SP-Ticket in den Gemeinderat gekommene Kleinregions-Managerin Viktoria Prinz schaffte es nach einem ehrgeizigen Wahlkampf gleich beim ersten Antreten als eigene Liste Prinz zu zwei Mandaten im Gemeinderat.

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