Stadtamt in neuem Glanz. Die Arbeiten gehen nach etwa einem Jahr Bauzeit in die letzte Phase.

Erstellt am 22. Oktober 2019 (16:46)
Anna Hohenbichler
Stadtamtsleiterin Claudia Trinko, Architekt Klaus Zeinitzer, Bauhofleiter Johann Stangl, Bauhofleiter-Stellvertreter Erhard Prinz und Bürgermeister Karl Harrer freuen sich über den Baufortschritt.

Der Umbau des Stadtamtes in Schrems startet in die finale Phase: Nach etwa einem Jahr Bauzeit stehen vor dem Tag der offenen Tür am 26. Oktober die letzten Arbeiten an.

Im Eingangsbereich wird noch ein Leitsystem zur besseren Orientierung angebracht – auch in taktiler Form, um Barrierefreiheit für Sehbehinderte zu gewährleisten. Außerdem wurde das Stadtamt mit einem Aufzug ausgestattet, der Gehbeeinträchtigte oder Besucher mit Kinderwägen in die oberen beiden Stockwerke bringt. Zuvor schmale Gänge wurden deshalb ebenfalls zum Teil verbreitert. Durch neu eingebaute Glaswände sind die Räumlichkeiten heller geworden.

Anna Hohenbichler
Im Dachgeschoß befindet sich jetzt ein kleiner Sitzungssaal mit Verbindung zum Trauungssaal.

„Wir wollen ein freundliches und offenes Stadtamt für alle unsere Bürger“, sagt Bürgermeister Karl Harrer. Im Erdgeschoß sind etwa das Meldeamt und das Tourismusbüro angesiedelt. Ein Bildschirm im Foyer informiert vorerst noch über die voranschreitenden Bauarbeiten. Beim Tag der offenen Tür wolle man zeigen, wie sich das Stadtamt während der vergangen Monate entwickelt hat, so Harrer.

Gearbeitet wurde auch an der Heizung: Das Stadtamt verfügt nun auf allen Etagen über eine Fußbodenheizung. Im Sommer könne man diese auch zum Kühlen der Räume nützen, indem kaltes Wasser durch die Leitungen fließt, wie Harrer erklärt. Die Heizung passt sich automatisch an Außentemperaturen an. An der Nordseite wurde die Wärmedämmung verbessert.

Anna Hohenbichler
Die neue Dachterrasse kann auch nach Trauungen genutzt werden.

Dank der Glasfronten zwischen Gängen und Büroräumlichkeiten erscheint auch das erste Obergeschoß heller und offener. Auf allen Etagen wurden Sozialräume mit Küchenzeilen für die Mitarbeiter eingerichtet. Sie dürfen sich auch über neue Büromöbel freuen. „Die alten Möbel haben schon ausgedient“, sagt Stadtamtsleiterin Claudia Trinko. Immerhin sei die Einrichtung schon mehrere Jahrzehnte in Verwendung gewesen. Ebenfalls barrierefrei und rundumerneuert: die Sanitäranlagen.

Nach der Trauung auf die Dachterrasse

Die größten Veränderungen brachte der Umbau für das Dachgeschoß. Wo sich früher das Archiv befand, sind jetzt die Büros des Bürgermeisters, der Stadtamtsdirektion und des Sekretariats untergebracht.

Das Archiv wurde auf die jeweiligen Zuständigkeiten aufgeteilt, die Wege werden somit kürzer. Helle Wände und Böden sorgen auch im Dachgeschoß für lichtdurchflutete Räumlichkeiten. Aus statischer Sicht wäre das Dachgeschoß in seinem damaligen Zustand nicht mehr nutzbar gewesen, die Arbeiten deshalb notwendig gewesen, erklärt Architekt Klaus Zeinitzer.

Mithilfe einer Nachtlüftung wolle man überhitzte Räume im Sommer vermeiden, sagt er. Klappen im Dach- und im Erdgeschoß öffnen sich automatisch und sorgen für kühle Luft. Besonderes Highlight im Dachgeschoß ist der Trauungssaal mit Blick über die Stadt. Um die Bewirtung von Festgästen zu erleichtern, wurde hier eine Nische mit Kühlschrank eingerichtet. Nach Trauungszeremonien können Gäste auf die neue Dachterrasse geladen werden. Werbung