Trauer um „Haberl“

Herbert „Haberl“ Schneider aus Schrems verstarb einige Tage vor seinem 95. Geburtstag.

Erstellt am 15. Januar 2022 | 03:40
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Herbert „Haberl“ Schneider verstarb am 5. Jänner.
Foto: privat

Mit seiner Heimatstadt Schrems war Herbert Schneider immer eng verbunden und als „Haberl“ war er hier auch bekannt und geschätzt. Am 5. Jänner verstarb der Oberstudienrat einige Tage vor seinem 95. Geburtstag.

Herbert Schneider kam in Schrems zur Welt, sein Bruder Gerald wurde drei Jahre später geboren – laut den Angehörigen hätte dieser den Namen des großen Bruders zum „Haberl“ umgewandelt.

Sein Lehramtsstudium für Englisch und Sport konnte Herbert Schneider erst nach den Kriegswirren und seiner Kriegsgefangenschaft in England beenden. Danach unterrichtete er an verschiedenen Schulen, ehe er ins Gymnasium in der Krottenbachstraße im 19. Wiener Gemeindebezirk gekommen ist. Hier war der „Professor Haberl“, wie er von seinen Schülern und Kollegen genannt worden ist, bis zu seiner Pensionierung tätig. Mit seinen Schülern hatte er immer ein sehr gutes Verhältnis. Unter anderem organisierte er bis zu seinem 80. Geburtstag mit seinen ersten Maturanten einmal jährlich einen Skiausflug – zuletzt waren die ehemaligen Schüler Männer im Alter 74 Jahren.

Alle Ferien und viele Wochenenden verbrachte Herbert Schneider in seiner Heimatstadt Schrems. „Er war ein Schremser durch und durch, hatte mit seinen Nachbarskindern, den Junker-Burschen, eine enge Freundschaft und hat sich auch in seiner Heimatstadt immer wieder eingebracht. Durch sein Engagement konnten wir damals den Baugrund für unser Seniorenwohnhaus erwerben“, betont Alt-Bürgermeister Reinhard Österreicher, der sich gerne an die vielen interessanten Gespräche mit dem „Haberl“ zurückerinnert.

Die letzte Ruhestätte von Herbert Schneider, der zuletzt im Elternhaus in Schrems gelebt hatte, befindet sich am Schremser Friedhof. Das Begräbnis fand statt.