SP-Scharinger: „Zusammenarbeit von VP nicht angestrebt“. Zur Stellungnahme der Großpertholzer VP („Unsere Hand bleibt ausgestreckt“): Designierter neuer Vizebürgermeister Josef Scharinger legt seine Sicht über die historische Koalitions-Anbahnung zwischen seiner SP und FP-Liste „Pertholz Aktiv“ dar. Der Volkspartei sei es mit den Sozialdemokraten nicht ernst gewesen, beteuert er.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 25. Februar 2020 (18:47)
Josef Scharinger (SP) will gemeinsam mit der FP/Unabhängigen-Liste "Pertholz Aktiv" die Volkspartei aus dem Bürgermeistersessel in Bad Großpertholz drängen.
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„Die Winkelzüge der vergangenen Wochen haben bereits darauf hingedeutet, dass die SPÖ die FPÖ zum Bürgermeister machen wird“, hatte es am Rosenmontag noch seitens der ÖVP Bad Großpertholz geheißen (zum Artikel). Angebote bzw. Zusagen seien aus der VP allerdings nur in Richtung „Pertholz Aktiv“ gekommen, beteuert der designierte SP-Vizebürgermeister Josef Scharinger nun in einer Stellungnahme an die NÖN. Eine Zusammenarbeit mit den Sozialdemokraten sei überhaupt „nicht angestrebt“ worden.

Die FP-Liste „Pertholz Aktiv“ habe vorigen Montag mit VP und tags darauf mit SP verhandelt (mit Stillhalte-Abkommen bis Samstag), seitens der VP habe es in Richtung der SP „kein weiteres Gesprächsangebot" gegeben. Am Donnerstag habe FP-Mandatar Hermann Hahn jun. die noch regierende VP-Bürgermeisterin Martina Sitz über ein „sehr gutes Angebot“ auch der SP an „Pertholz Aktiv“ informiert. Erst dann sei Bewegung in die Bemühungen der Volkspartei gekommen. – Laut Scharinger zu spät, um sein Team noch rechtzeitig versammeln und die Entscheidung noch beeinflussen zu können.

Der Termin für die konstituierende Sitzung des Gemeinderates, in der der parteilose Hermann Hahn jun. mit SP-Hilfe zum ersten Bürgermeister auf FP-Mandat in Niederösterreich gewählt werden soll, ist noch offen.

Zur Halbzeit soll das Bürgermeisteramt Mitte 2022 an die SPÖ übergeben werden.Zur Halbzeit soll das Bürgermeisteramt Mitte 2022 an die SPÖ übergeben werden.