SPNÖ positioniert sich gegen „Waldviertel-Autobahn“. Europaspangen-Variante als „Reiten eines toten Pferdes“: Nach zwei Gemeinderats-Klubs und einer Funktionärsbefragung spricht sich auch die SPÖ Niederösterreich gegen Pläne für eine hochrangige Straßenverbindung durch das Waldviertel aus.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 18. September 2020 (20:44)
SPNÖ-Chef Franz Schnabl fordert rasche Maßnahmen für B2/B4 und den öffentlichen Verkehr.
Gubin Yury,/ Shutterstock.com/ Herbert Käfer

Die SPÖ-Gemeinderatsklubs Schrems und Großdietmanns im Bezirk Gmünd machten den Anfang, nun spricht sich auch die SP-Landespartei gegen den Bau einer „Waldviertel-Autobahn“ aus. Man habe nach „breit angelegter interner Funktionärsbefragung“ und Abwägen aller Aspekte beschlossen, die hochrangige Straßenverbindung „ad acta zu legen“, sagt SPNÖ-Vorsitzender und Landeshauptfrau-Stellvertreter Franz Schnabl.

VP-Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko solle den Bürgern „endlich reinen Wein einschenken“, wird Schnabl in einer Aussendung zitiert: „Die Europaspangen-Variante ist das Reiten eines toten Pferdes – das Waldviertel braucht kein ständiges Vertrösten auf spätere Zeitpunkte, sondern aktive Verkehrsmaßnahmen.“ Die VPNÖ stehe in Sachen öffentlicher Verkehr auf der Bremse, mehr Taten habe er sich auch „von der grünen Bundesministerin erwartet“. Gefordert werden der dreispurige Ausbau der Bundesstraße B4 bzw. B2, der Ausbau der Franz-Josefs-Bahn inklusive Taktverdichtung und größeren Park- & Ride-Anlagen, sowie ein 1-2-3-Klimaticket zur Entlastung von Pendlern & Umwelt. Schnabl: „Wenn uns das gelingt, braucht es keine Waldviertel-Autobahn!“