Vereinsgründer Josef Weiß verstorben. Josef Weiß, der in Stadlberg viel bewegte und in 28 Vereinen aktiv war, verstarb im 86. Lebensjahr.

Erstellt am 03. Dezember 2017 (04:49)
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Symbolbild

Trauer herrscht in Bad Großpertholz nach dem Tod des beliebten ehemaligen Obmanns des Vereins zur Erhaltung von Kultur und Landschaft in Stadlberg, Josef Weiß, der am 18. November im 86. Lebensjahr verstorben ist.

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Josef Weiß

Weiß war ab der Vereinsgründung 1989 zunächst als Kassier, ab 1994 als Obmann führend in diesem Verein, der sich die Erhaltung und Pflege der Landschaft Stadlberg und Buchers im Grenzgebiet von Niederösterreich, Oberösterreich und der Tschechischen Republik zum Vereinszweck gemacht hat, tätig.

Im März 2015 musste Weiß seine Funktion krankheitsbedingt an Maria Mülleder abgeben, zuletzt lebte Weiß in einem Pflegeheim in Oberösterreich.

In der Amtszeit von Weiß blühte der Verein auf und zählte bis zu 204 Mitglieder. Der Bau des Vereinsstadels (1996 bis 1998) war Weiß ein großes Anliegen. 2011 gelang – trotz vieler Schwierigkeiten – ein neuer Holzzubau am alten Vereinsstadel, der allerdings nach dem Abbruchbescheid im Jahr 2015 ein Jahr später abgerissen werden musste.

Weiß züchtete unterschiedliche Kleintiere

Außerdem wurden unter seiner Führung die Antonius Quelle in Stadlberg gefasst, eine Unterstandshütte für Wanderer beim Rastplatz bei der Quelle, der Grenzweg von Schanz bis zur Kapelle sowie ein Rastplatz und eine Wasserstelle in Schanz errichtet. Außerdem setzte er sich für die Errichtung der Lindenallee an der Stadtberger Straße ein. Daneben organisierte Weiß zahlreiche Ausflüge, Wanderungen und Brauchtumsveranstaltungen wie das Petersfeuer oder das Dorffest.

Der Verein wurde in seiner Amtszeit vier Mal mit Auszeichnungen durch das Land geehrt. Besonderes Interesse hatte Weiß an der regionalen Geschichte. Sein Wissen über Buchers und die 1946 vertriebenen Menschen war einzigartig.

Außerdem war Weiß auch bei zahlreichen anderen Vereinen tätig (insgesamt bei 38) und kümmerte sich um die Stadlberger, indem er etwa Verlautbarungen und Nachrichten aus der Gemeinde verteilte. „Besonders wichtig waren ihm Geselligkeit, gutes Miteinander, Nachbarschaftshilfe, Zusammenhalt, Wahrheit, Frieden und das Gemeindewohl. Der Verein war sein Lebenswerk, er war das Sprachrohr der Stadlberger“, so Nachfolgerin und Wegbegleiterin Maria Mülleder über den „Vereinsvater“ von Stadlberg.

Neben seiner Liebe für seine Mitmenschen war auch seine Liebe zur Natur stark ausgeprägt. Er liebte Wild-, Wald- und Haustiere und züchtete unterschiedliche Kleintiere.