Stadterneuerung in Gmünd läuft an. Nach coronabedingter Verschiebung um ein Jahr: Start für Arbeit an Strategiepapier für geförderte Attraktivierungs-Maßnahmen in Stadt und Katastralgemeinden.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 23. Januar 2021 (05:00)
Helga Rosenmayer will nötige Projekte mit Förderungen umsetzen.
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Eigentlich hätte es wie berichtet bereits im Vorjahr losgehen sollen, dann zogen die Corona-Turbulenzen eine Verschiebung nach sich: Heuer will Gmünd aber als „Pilotstadt“ der neuen NÖ Förderebene „Stadterneuerung XL“ eine Reihe an Infrastruktur-Projekten in der Stadt und in den Katastralgemeinden auf Schiene bringen.

Ideen von der Brunnen-Aufwertung bis zur Gestaltung des Gemündes

Zuletzt war Gmünd bis 2010 Teil der Stadterneuerung, dabei wurde neben der modernen Umgestaltung des Schubertplatzes (2006) etwa der nahegelegene Spielplatz in der Conrathstraße oder der Beachvolleyballplatz beim Aßangteich realisiert.

In den Unterlagen für das neue „XL“-Programm als Verbindung aus Dorf- und Stadterneuerung, für das sich Gmünd im Jahr 2019 erfolgreich beworben hatte, waren Projekte und Ideen wie die attraktive Gestaltung des Mündungsbereiches von Braunau und Lainsitz unterhalb des Stadtplatzes, die Revitalisierung der Wasserkraft inklusive der Vision eines Mühlenmuseums in der Bruckmühle, ein Aufputz des Brunnens am Schubertplatz, die Gestaltung eines Dorfplatzes in Eibenstein oder die Errichtung einer öffentlichen Toilette in Breitensee.

Rosenmayer: Bevölkerung soll eingebunden werden

In den nächsten Wochen soll ein Konzept ausgearbeitet und präzisiert werden, den Auftrag dazu erteilte der Gemeinderat der NÖ Regional GmbH. Budgetiert sind dafür nicht ganz 30.000 Euro, von denen ein Teil über Förderungen zurückkommen soll.

Bürgermeisterin Helga Rosenmayer (ÖVP) betont aber, dass zum aktuellen Zeitpunkt alles offen sei: Das erste Treffen mit dem Waldviertler Büroleiter Josef Strummer zur Abstimmung der konkreten Vorgangsweise sei erst geplant, es soll aber noch im Jänner stattfinden. Danach soll in Form von Workshops oder öffentlichen Veranstaltungen auch die Bevölkerung eingebunden, unter Berücksichtigung der Umsetzbarkeit und Förder-Aussichten eine Prioritätenliste erstellt werden.

„Das Ziel ist es, unter diesen Bedingungen Projekte unter anderem zur Belebung der beiden Innenstädte reinzupacken und umzusetzen, die ohnehin notwendig wären“, betont Rosenmayer.