Waren bei der Braunau Biber aktiv?. Gefällte Bäume bei Kleedorf in der Stadtgemeinde Schrems deuten auf Biber hin. Im Bezirk Gmünd sind diese Tiere sehr selten.

Von Karl Tröstl. Erstellt am 20. Februar 2021 (05:02)
Jagdpächter Ernst Hobecker entdeckte mutmaßliche Biberspuren bei der Braunau.
Karl Tröstl

Bereits vor den jüngsten Schneefällen entdeckte Ernst Hobecker, Jäger im Niederschremser Revier, im Abschnitt der Katastralgemeinde Kleedorf Aktivitäten eines Bibers – eine Rarität im Gmünder Bezirk.

Der geschützte Nager hatte am Ufer des Braunaubaches an schwer zugänglicher Stelle Bäume gefällt. Während der Schneelage konnten durch Hobecker seither keine Bibertätigkeiten beobachtet werden – man wird sehen, ob aus nun liegenden Bäumen ein Biberbau entsteht.

Leo Kirchmaier, Vertreter der Teichwirte in der Landwirtschaftskammer, erklärt, dass aufgrund der geografischen Lage des Waldviertels nur sporadische Biber-Vorkommen verzeichnet werden. Vor allem sei der Bezirk Gmünd durch die Wasserscheide, hinter der die Flüsse zur Nordsee fließen, von Gewässern mit stärkeren Biber-Vorkommen getrennt.

Biber auch für andere Tierarten nützlich

Der Biber wird auch als Baumeister und Landschaftsgestalter bezeichnet. Seine Bauten sind für viele andere Tierarten ein Gewinn. Unter Wasser finden zahlreiche Fische Schutz, Libellen und Amphibien ihre Laichplätze, auch einige Vogelarten nisten gerne im Geäst ober Wasser. Aufgelassene Biberbehausungen dienen fallweise dem Fischotter als Unterschlupf.

Biber bevorzugen ruhig fließendes und tieferes Gewässer. Die Tiere sind streng geschützt, daher müssen entstehende Veränderungen der Wildtierhotline 0800-000134 gemeldet und weitere Schritte in Erfahrung gebracht werden. Biber sind reine Vegetarier und daher auch an der saftigen Baumrinde interessiert. 

Das Land NÖ informiert auf dieser Seite zum Thema Biber: https://www.noe.gv.at/noe/Naturschutz/Wildtier_Biber.html