Fixe Teststraßen in Gmünd, Schrems, Weitra & Litschau. Zweite Runde der Massentests mit 10.000 Teilnehmern war die letzte: Fixe Testmöglichkeiten im Bezirk Gmünd kommen ab 25. Jänner an vier Orten.

Von Markus Lohninger und Karin Pollak. Erstellt am 20. Januar 2021 (15:00)

Die zweite Runde der Massentests im Gmünder Bezirk ist vorbei, und es dürfte die letzte gewesen sein: Das Land NÖ will ab 25. Jänner fixe Stationen für kostenlose Antigen-Tests in allen Bezirken anbieten – auch, um „mehr Bewegungsfreiheit“ zu ermöglichen.

Ziel: Fahrtstrecken so gering wie möglich halten

Die Organisation dazu laufe bereits, sagte Bezirkshauptmann Stefan Grusch am Dienstag: Ziel sei es gewesen, auf jeden Fall die Fahrtstrecken zu den Testungen so gering wie möglich zu halten. Am Mittwoch veröffentlichten die Stadtgemeinden Gmünd und Weitra schließlich die konkreten Testorte und Uhrzeiten, diese sind demnach ab 25. Jänner folgendermaßen:

Montag: Kulturhaus Schrems, 14-18 Uhr

Dienstag: Palmenhaus Gmünd, 14-18 Uhr

Mittwoch: Hallenbad Litschau, 14-18 Uhr

Donnerstag: Rathaus Weitra, 14-18 Uhr

Freitag: Palmenhaus Gmünd und Kulturhaus Schrems (jeweils 14-18 Uhr)

Samstag: Palmenhaus Gmünd, Rathaus Weitra und Hallenbad Litschau (jeweils 8-12 Uhr)

Testen lassen kann man sich kostenlos und freiwillig an jedem dieser Standorte, Voranmeldungen werden in Kürze auf www.testung.at angekündigt.

Positiv-Anteil bei zweiter Testrunde halbiert

Am Wochenende schlug jedenfalls bei 14 von insgesamt 9.886 Personen ohne Covid-Symptomen in einer der 21 Gemeinden des Bezirkes der freiwillige Antigen-Test an. Ein deutlich besserer Wert als in der ersten Testrunde im Dezember – und ein Ergebnis, das nur leicht über dem Landestrend liegt. Der Positiv-Anteil lag laut „Dashboard“ von Notruf NÖ bei insgesamt 0,14, der landesweite Anteil lag bei 0,13 Prozent. Bei den Flächentests im Dezember hatte der Gmünder Bezirk noch den höchsten Positiv-Anteil aller NÖ Bezirke (0,29 %). Bei ähnlicher Beteiligung waren damals gesamt 29 symptomlos Infizierte unter den Getesteten.

Bei Überprüfung des Ergebnisses mittels PCR-Tests war laut Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) nun etwa die Hälfte der ermittelten Personen wirklich covid-positiv.

Zufriedenstellende Bilanz

Stefan Grusch ist mit der Teilnahme zufrieden: „Dafür, dass es keinen Anreiz zur Testung gegeben hat, ist es gut gelaufen. Der Vergleich zu den anderen Bundesländern hat gezeigt, dass in Niederösterreich das Interesse am Gesundheitszustand größer ist.“

„Fasziniert von der Bereitschaft der freiwilligen Helfer“ zeigte sich unter anderem Gmünds Bürgermeisterin Helga Rosenmayer: „Es haben sofort wieder alle zugesagt.“ Auch das Rote Kreuz mit den Bezirksstellen Gmünd, Litschau und Weitra half wieder mit: Insgesamt waren 70 Probenabnehmer im Bezirk im Einsatz. Zusätzlich standen sieben Sanitäter in Bereitschaft, am Samstag und Sonntag waren je zwei Mitarbeiter des Bezirksstabes in der Koordination und Unterstützung tätig. „Unsere Rot-Kreuz-Mitarbeiter setzen sich für uns alle ein – dazu können wir nur sagen: Vielen Dank für diese Einsatzbereitschaft, das ist nicht selbstverständlich“, sagt Bezirksrettungskommandant Martin Gruber.

Ab 8. Februar erste Impfungen außerhalb der Heime und Spitäler

Der nächste Schritt im Kampf gegen Corona sind die Impfungen, die bereits im Landesklinikum angelaufen sind. Am 19. Jänner ging es in den Pflegeheimen im Bezirk los. Laut VP-Landtagsabgeordneter Margit Göll dürften ab 8. Februar auch über 80-Jährige, die nicht in Heimen betreut werden, geimpft werden. Vorregistrierungen für die Corona-Impfungen sind bereits online möglich: notrufnoe.com.