Tausende Euro ergaunerte ein "Microsoft-Mitarbeiter". Um mehrere Tausend Euro wurde eine 50-Jährige aus dem Bezirk Gmünd erleichtert. Sie tappte in die „Internetfalle“. Ein „Microsoft-Mitarbeiter“ gab ihr auf Englisch Anweisungen per Telefon.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 27. Februar 2019 (20:05)
Symbolbild

Wie die Polizei bekannt gibt, erhielt diese Frau am 25. Februar einen Anruf auf ihren Festnetzanschluss. Ein unbekannter Mann, der sich auf Englisch als Microsoft-Mitarbeiter vorgestellt hat, bot ein kostenloses Sicherheitsservice an, da sich angeblich eine Schadsoftware auf dem Laptop der Frau befinden würde.

Der unbekannte Täter überredete die Dame, ihm Zugriff auf ihren Computer mittels der Quicksupport-Version des Programms „TeamViewer“ zu ermöglichen. „Dieses Programm ist als kostenlose Version im Internet verfügbar und muss nicht einmal auf dem PC installiert werden. Es ist eine sogenannte Fernwartungs-Software und dient der Hilfe bei PC-Problemen. Dabei kann einem Servicetechniker der komplette Zugang zum eigenen Computer ermöglicht werden“, erklärt die Polizei.

"Keinesfalls auf die Forderungen eingehen"

Das darauf folgende „Service“ lief den ganzen Tag und wurde am darauffolgenden Morgen weiter fortgesetzt. Der unbekannte Mann forderte die 50-Jährige, die zur Arbeit musste, auf, Laptop und Handy eingeschaltet zu Hause liegen zu lassen.

Die 50-Jährige, die von diesem Vorfall erzählte, wurde von einer Arbeitskollegin aufmerksam gemacht, dass es sich um einen Betrüger handeln könnte. Leider hatte die Kollegin recht. Die 50-Jährige überprüfte sofort ihr Bankkonto und musste feststellen, dass bereits 22 Überweisungen getätigt waren und mehrere Tausend Euro fehlten.

Das Bezirkspolizeikommando Gmünd warnt aufgrund dieses Vorfalles noch einmal entschieden vor dieser Art des organisierten Betruges: „Gespräche mit angeblichen ‚Microsoft Mitarbeitern‘ am besten sofort beenden. Keinesfalls auf die Forderungen eingehen, denn die getätigten Überweisungen können in vielen Fällen nicht mehr rückgängig gemacht werden.“