Teigtaschen: Aus der Jägerfabrik auf den Tisch. Mit „Pierogi“ können vermutlich nur Polen oder Insider etwas anfangen. Aber spätestens dann, wenn man die neuen „Waldviertler Pierogen“ - wie Pierogi eingedeutscht heißen - verkostet hat, weiß man, wobei es sich handelt. Und genau mit der Produktion der gefüllten Teigtaschen hat sich die jetzt in Weitra beheimatete Alexandra Pawlik selbstständig gemacht.

Von Eva Hinterer und Karin Pollak. Erstellt am 27. Dezember 2018 (09:21)
Karin Pollak

Ihr neuer Betrieb befindet sich seit Kurzem in einem Teil der Jäger-Fabrik von Alexandra Kuttner. Das polnische Nationalgericht wurde aber schon seit September 2017 in Grainbrunn bei Sallingberg (Bezirk Zwettl) von der 29-Jährigen produziert. Ihre Mutter Bozena, die vor 30 Jahren von Polen ins Waldviertel übersiedelt ist, hat das seit Generationen vererbte Rezept für die „Gefüllten Teigtaschen“ adaptiert und gemeinsam mit Tochter Alexandra die Produktion gestartet. 

„Die Räumlichkeiten in meinem Elternhaus sind aber zu klein geworden, deshalb habe ich den Betrieb nach Weitra verlegt“, so die Jungunternehmerin, die aus der Versicherungsbranche kommt und jetzt auch noch mit dem Studium „Unternehmensführung und E-Management“ begonnen hat.

Die „Waldviertler Pierogen“ werden aus selbstgemachtem Nudelteig gemacht, die dann mit Kartoffel-Topfen, Sauerkraut-Champignons-Speck, Rucola-Schafkäse, Hendl- und Rindfleisch gemischt oder mit Apfel gefüllt werden. Alle dafür verwendeten Zutaten sind frisch und kommen aus der Region. Diese Köstlichkeiten werden tiefgefroren vermarktet und sind bereits in einigen „Nah- und Frisch“-Markten, in mehreren Bauernläden und auch schon bei zwei Großhändlern in Niederösterreich erhältlich. Außerdem haben schon Hoteliers dieses Weitraer Produkt entdeckt und verwöhnen damit ihre Gäste.

„Ich bin mit dem Start in Weitra zufrieden, die Nachfrage steigt. Die Kunden, die beim Weitraer Adventmarkt die Pierogen verkostet haben, waren begeistert“, so Pawlik, die ihre Pierogen in ganz Österreich bekannt machen möchte. Sollte die Nachfrage weiterhin steigen, sollen in ihrem neuen Betrieb in Weitra auch Mitarbeiter aufgenommen werden. „Aber alles Schritt für Schritt“, so Pawlik.

Die Teigtaschen sind schnell auf dem Tisch, denn die Kochzeit beträgt nur drei Minuten. Individuell mit Saucen, Salaten usw. serviert, erhält man eine köstliche Speise, die je nach Füllung auch für Veganer und Vegetarier geeignet ist.