Gmünd

Erstellt am 18. Januar 2017, 13:49

von Markus Lohninger

Tote Schwäne: Vogelgrippe in Gmünd!. Tagelang wurde über schwächelnde und sterbende Schwäne in Gmünd gerätselt, nach dem zumindest zweiten Todesfall eines Schwans innerhalb einer Woche ist es traurige Gewissheit ...

Nach gemeldeten Fällen in Vorarlberg, Salzburg, Oberösterreich, Steiermark und Burgenland seit November 2016 hat das Vogelgrippe-Virus vom Typ A(H5N8) nun auch am Großen Harabruckteich, dem Hausteich der Einwohner in der Bezirkshauptstadt, zugeschlagen!

Von sechs Tieren leben nur noch drei

Bezirkshauptmann Johann Böhm bestätigt auf NÖN-Nachfrage, dass ein während der Vorwoche verendeter Schwan positiv auf den Virus getestet wurde. Ein am 18. Jänner verstorbener Schwan wird derzeit getestet, Gerüchte über einen weiteren Todesfall bereits am 8. Jänner kann Böhm nicht betätigen.

Fakt ist, dass von einst sechs Schwänen am Großen Harabruckteich nur noch drei leben – und die machen beim Lokalaugenschein auch keinen sehr kräftigen Eindruck mehr. Eine Augenzeugin berichtet dabei von „furchtbaren Todeskämpfen“ der beiden zuletzt verendeten Tiere.

Keine Gefahr für Menschen

Die zentrale Eintrittsstelle für Wasservögel in den Teich – und einzige eisfreie Zone – wird nun abgesperrt. Bisher ist noch kein Fall bekannt, in dem das A(H5N8)-Virus auf den Menschen übertragen wurde.

Dennoch weist Bezirkshauptmann Böhm darauf hin, dass sich Spaziergänger der betroffenen Stelle neben der beliebten Ufer-Promenade nicht nähern sollen, von Fütterungen der Tiere Abstand nehmen und diese auch nicht aus dem Wasser locken sollen – gilt doch das Virus nach Auskunft des Ministeriums für Gesundheit und Frauen als potenziell stark krankmachend für alle Geflügel-Arten.

Toter Reiher in Schrems hatte kein Virus

Nicht jedes tote Federtier ist auch ein Opfer der Vogelgrippe, wie Bezirkshauptmann Böhm gegenüber der NÖN betont: Ein vor wenigen Tagen nahe des Kunstmuseums in Schrems gefundener toter Reiher sei negativ auf das Virus getestet worden, betont er.

Hinweise auf unerklärliche Todesfälle werden aber an die Veterinär-Abteilung der Bezirkshauptmannschaft Gmünd unter 02852/9025-25650 erbeten.

Bundesweite Stallpflicht für Geflügel

Ganz Österreich wird seit 10. Jänner als „Gebiet mit erhöhtem Geflügelpest-Risiko“ eingestuft, daher wurde wie in der Gmünder NÖN berichtet eine bundesweite Stallpflicht verhängt. Innerhalb des Bezirkes soll nach dem aktuell bestätigten Vorfall rasch eine zusätzliche Informations-Offensive an Bauern gestartet werden.

Nähere Infos zur Vogelgrippe finden Sie unter anderem auf folgenden Internet-Seiten:

http://www.bmgf.gv.at/home/vogelgrippe

https://www.ages.at/themen/krankheitserreger/vogelgrippe/