Landesspitzen zu Gast im Bezirk Gmünd. Johanna Mikl-Leitner und Stephan Pernkopf über Entwicklung des Bezirkes.

Von Franz Dangl. Erstellt am 15. Oktober 2019 (19:25)
Franz Dangl
Bei der Arbeitskonferenz der Volkspartei im Bezirk Gmünd waren neben Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner auch zahlreiche Gemeindemandatare sowie Landesgeschäftsführer Bernhard Ebner und die Abgeordneten Martina Diesner Wais und Margit Göll angetreten, um zentrale Schwerpunkte im Bezirk zu besprechen .

Wenn der Herbst ins Land zieht, können erste Bilanzen über Arbeiten und Vorhaben gezogen werden. Zu diesem Zweck ist zurzeit Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf in Niederösterreich unterwegs. So besuchte er auch die Bezirke Gmünd und Zwettl, informierte sich vor Ort bei verschiedenen Institutionen wie dem Roten Kreuz oder den Landeskliniken und führte zahlreiche Gespräche über die Anliegen der Bevölkerung.

begleitet.
Bei seiner Regionaltour wurde Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf in Gmünd auch von Martina Diesner-Wais, Helga Rosenmayer und Margit Göll – im Bild mit Hopferl-Wirt Josef Hag –

Vor allem die Landwirtschaft ist Pernkopf ein großes Anliegen, sagte er im anschließenden Pressegespräch: „Die Landwirte sind auch private Investoren, sichern mit ihren Projekten auch Arbeitsplätze.“ Die Abgeordneten Martina Diesner-Wais und Margit Göll (beide ÖVP) hoben auch die guten und leistungsfähigen Klein- und Mittelbetriebe in der Region hervor, lobten deren Arbeit. Gmünds Bürgermeisterin Helga Rosenmayer dankte vor allem für die Unterstützung des Landes NÖ: „Ohne Landeshilfe könnten wir viele Projekte nicht verwirklichen, aber dank dieser helfenden Hand wird doch vieles bewegt.“

Hinsichtlich Umwelt- und Klimaschutz sprach Stephan Pernkopf Klartext: „Österreich ist in Europa führend, ich lasse mir das Land nicht dauernd schlecht machen. Wir brauchen keinen Notstand und keine Weltuntergangsstimmung - was wir benötigen, ist eine Aufbruchsstimmung in Richtung erneuerbarer Energie. Und da sind wir in Niederösterreich schon ganz weit vorne, auch dank der beiden Bezirke Gmünd und Zwettl.“

Arbeitslosigkeit geht kontinuierlich runter

Ein paar Tage nach Pernkopf kam Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner in die Käsemacherwelt Heidenreichstein zur Arbeitskonferenz mit ÖVP-Abordnungen der 21 Gemeinden. Es standen viele Projekte im Mittelpunkt, wobei die Arbeitsplatzsituation und „Arbeit zu haben – Arbeit zu behalten und Arbeit zu finden“ zu den vorrangigen Themen gehören. „Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im Bezirk ist positiv und in den letzten viereinhalb Jahren ist die Zahl der unselbstständig Beschäftigten kontinuierlich gestiegen und damit auch die Arbeitslosigkeit zurückgegangen“, so Mikl-Leitner.

In Verkehr und Straßenbau werde weiterhin investiert, der öffentliche Verkehr gefördert. Hinsichtlich des „Bus-Chaos“ zu Schulbeginn sicherte die Landeshauptfrau rasche Abhilfe bei letzten Problemen zu.

Grauer Star: Bereits 300 OP‘s in Gmünd

Auch die medizinische Versorgung kam zur Sprache. Als Paradebeispiel sieht Mikl-Leitner hier das Landesklinikum Gmünd mit tollen Umfragewerten bei der Patientenzufriedenheit und guter Zusammenarbeit mit dem Nachbarland Tschechien. Auch die 2017 neu aufgebaute Augenabteilung verzeichnet mit bisher etwa 300 Grauer-Star-OPs eine positive Bilanz. Ihr ist bekannt, dass in manchen Gemeinden ein Ärztemangel herrscht und die Zahl der praktischen Ärzte sinkt.

„Wir stehen als Land Niederösterreich den betroffenen Gemeinden, den Krankenkassen sowie der Ärztekammer unterstützend zur Seite, wie etwa mit der Initiative Landarzt, bei der Klinik-Ärzte an unbesetzten Stellen aushelfen sollen oder der Bereitstellung von Landarzt-Stipendien.“

Um die Bevölkerung im Waldviertel wachsen zu lassen, wurde die Wohnbaustrategie mit all ihren Fördermöglichkeiten ausgebaut und die Förderdarlehen im ländlichen Raum erhöht: „Zum einen wollen wir Jungfamilien damit unterstützen, zum anderen durch gezielte Sanierungsmaßnahmen viele wichtige Gebäude vor dem Verfall retten.“

Abschließend dankte die Landeshauptfrau den Gemeindevertretern für deren Arbeit.