GKK-Altbau verkauft: Zehn Citywohnungen entstehen . Früheres Gmünder Krankenkassen-Gebäude in der Walterstraße ist verkauft. Es soll zu leistbarem Miet-Wohnraum für Starter & Jungfamilien adaptiert werden.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 30. Oktober 2020 (04:54)
In der Walterstraße, der Villenstraße zwischen Schremser Straße und Schulgasse aus dem frühen 20. Jahrhundert, entstehen zehn Wohnungen. An der Straßenseite wurde mit den Balkonbau begonnen.
M. Lohninger

Der Neubau der Krankenkassen-Service-Centers in der Hamerlinggasse in Gmünd wäre einst nach vielfacher Vertagung fast zur „Never Ending Story“ geworden.

Im Vergleich dazu wurde drei Jahre nach dem Auszug relativ rasch eine neue Nutzung für den Altbau in der Walterstraße gefunden: Ein Architekt hat das Gebäude in toller Zentrumslage gekauft – er will hier zehn stilvolle und dennoch günstige Starterwohnungen einrichten.

Als Jugendlicher Gymnasiast in Gmünd

Martin Hess spielt beruflich den Doppelpass zwischen Atelier und Bauträgergeschäft, kann mit den Firmen „tRAUM BAUm GmbH“ und „K7-9 Bauträger GmbH“ in Wien die Bereiche von der Errichtung bzw. Entwicklung von Gebäuden bis zur Vermietung abdecken. Schon sein Vater habe seit dem Jahr 1980 eine kleine Bauträgerfirma in Wien betrieben, die auf Renovierungen und Dachgeschoß-Ausbauten spezialisiert war.

Mit den Eltern hatte es ihn einst als Schüler auch vorübergehend ins Waldviertel verschlagen – die Familie hatte in Nondorf ein Haus („es ist ein schöner Ort, den ich heute noch vermisse“), Hess hatte das Gymnasium Gmünd besucht.

Als die Schwester nun im Internet auf „Willhaben“ auf das anno 1925 in der Walterstraße mit nur einem Oberstock errichtete und später erweiterte frühere GKK-Gebäude aufmerksam wurde, da war für Martin Hess ein neues Entwicklungs-Objekt gefunden. „Es hat mir extrem gut gefallen, hat eine sehr gute Substanz und wurde durch die Krankenkasse in Schuss gehalten“, sagt er. – Er habe versucht, das Raumkonzept bestmöglich in den Gebäudebestand zu integrieren.

„Arbeiten in Gmünd macht Spaß!“

Herausgekommen sind zehn Wohnungen für Starter & Jungfamilien, die sich großteils im Bereich zwischen 40 und 55 m 2 bewegen. Einige Wände wurden entfernt, neue eingezogen. Auch Installationen werden erneuert, Nasszellen in die Wohnungen eingebaut. An der Gebäuderückseite wurden bereits Balkone montiert, straßenseitig wurde vorigen Freitag mit der Anbringung eines Doppelbalkons begonnen. Die Bruttomiete soll unter 500 Euro bleiben.

Hinsichtlich der Fertigstellung macht sich Martin Hess keinen Druck – zumal man bei einem Altbau immer auf Überraschungen eingestellt sein müsse. Insgesamt ist er aber optimistisch, zumal er die örtliche Nachfrage nach Starter-Wohnungen als groß einschätzt und auch von einer sehr angenehmen Zusammenarbeit mit der Stadtgemeinde spricht: „Das Arbeiten in Gmünd macht einfach Spaß!“