Haus aus Stahl-Bierdeckeln in Weitra. Werbung für das Jubiläum und die Sehenwürdigkeiten der Stadt: Eine Pyramide und ein Logo mit Dreh.

Von Karin Pollak. Erstellt am 06. Mai 2021 (04:13)

Wer hat nicht schon einmal im Gasthaus versucht, ein Haus aus Bierdeckeln zu bauen – und genau ein derartiges Bierdeckel-Haus wurde jetzt anlässlich des Jubiläums „700 Jahre Braustadt Weitra“ gleich vor der Weitraer Brauerei installiert. Mit diesem Unikat, das Raumplaner Franz Grossauer aus Gmünd geplant und umgesetzt hat, wird auch auf das besondere Jubiläum verwiesen.

Stadtlogo inspirierte den Planer. „Mir war wichtig, dass wir ein Werk schaffen, mit dem wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Weitra bewerben. Auf die Idee mit dem Bierdeckelhaus brachte mich das neue Weitra-Logo, das mit den abgerundeten Ecken einem Bierdeckel gleicht. Vielleicht hat auch dazu beigetragen, dass ich gerne Waldviertler Biere trinke“, betont Grossauer augenzwinkernd.

Das Bierdeckelhaus, laut Grossauer einzigartig in Österreich, ist 2,60 Meter groß. „Die Pyramide umfasst 15 Bierdeckeln, auf den sechs äußeren sind das Schloss, das Rathaus, das Zunftzeichen, das Logo des Weitra-Bräu und die neuen Bierglas-Symbole verewigt“, sagt der Ideengeber. Produziert wurde das eindrucksvolle Werk aus Metall von der Weitraer Firma Brunner. „Die Besonderheit daran ist, dass das Bierdeckelhaus von innen beleuchtet wird. Da das Metall weiß ausgelegt worden ist, erstrahlt das Werk ganz besonders“, betont Grossauer. Das Bierdeckelhaus soll auch Ausgangspunkt der „Weitraer Biermeile“ werden. Gleich daneben befindet sich die erste Station dieses besonderen Weges.

„Haus & Logo sind top geworden.“ Nicht nur für das Bierdeckelhaus zeichnet Franz Grossauer verantwortlich. Er hat auch das große, drehbare Weitra-Logo, das in der Vorwoche am Weitraer-Kreisverkehr aufgestellt worden ist, entworfen. Auch dabei setzte er auf die Qualitätsarbeit der Firma Brunner. „Das Logo wird von einem Motor zum Drehen gebracht, das war sicherlich eine Herausforderung für die Metallbaufirma. Sowohl das Bierdeckelhaus als auch das Logo sind top geworden“, lobt Grossauer, der auch die Bepflanzung der Weitraer Grünanlagen entlang der B41 geplant hat.

Dass das Bierkartenhaus schon eine Herausforderung dargestellt hat, bestätigt Metallbau-Unternehmer Josef Brunner: „Das war für uns eine echte Premiere.“ Auch das Logo für den Kreisverkehr hatte einen Reiz: In der knapp 200 Kilo schweren Stahlkonstruktion, die verzinkt und feuerbeschichtet ist, befindet sich ein Getriebemotor. „Damit macht das Logo 1,4 Umdrehungen pro Minute.“