Bankchef auf Achse: Stille 60er-Feier im Himalayagebiet. Johann Pollak feierte während 9-Tages-Tour in luftiger Höhe. Verzicht auf Geschenke für Hilfsbedürftige.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 05. Mai 2019 (04:18)
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Namaste. Den 60er verbrachte RBOW-Chef Johann Pollak im Annapurna Base Camp auf über 4.100 m Seehöhe.

Zum 59. Geburtstag stolperte Johann Pollak im Vorjahr unverhofft in ein mondänes Gala-Dinner, den 60er beging er vor wenigen Tagen in aller Bescheidenheit: Pollak, einer von drei Geschäftsleitern der Raiffeisenbank Oberes Waldviertel (RBOW), beschenkte sich selbst mit einer ausgedehnten Trekkingtour ins Himalayagebiet, wo er den Geburtstag mit seiner Gattin Monika im Schutz eines Zeltes auf über 4.000 Metern Seehöhe verbrachte.

„Es hat gut getan“, blickt der Unserfrauer nach zwei Wochen ohne Fleisch und Wurst – und nahezu ohne Zugang in die digitale Welt – zurück.

Insgesamt neun ausdauernde und mitunter anstrengende Tage war das Paar im Himalayagebiet unterwegs. Genau zur Mitte war noch bei bester Bergsicht das Machapuchare Base Camp auf etwa 3.800 Metern erreicht, gefeiert wurde nach einem weiteren Marsch bei Regen und Schneefall wie erhofft auf mehr als 4.100 Metern Seehöhe im Annapurna Base Camp. Nach insgesamt neun Tagen samt Nächten in Zelten und Lodges kehrten Monika und Johann Pollak wieder zum Ausgangspunkt in Kathmandu zurück.

Die Familienfeier hatte es am Tag vor der Abreise gegeben, die Feier mit den Freunden vom Rotaryclub Weitra stieg nach der Heimkehr Ende der Vorwoche, am 29. April wurde noch mit der Raiffeisen-Mannschaft gefeiert. Von Geschenken bat Pollak abzusehen – er bat Gratulanten stattdessen um Einzahlung eines kleinen Betrages auf das Rotary-Konto. „Die Armut in Nepal ist wirklich enorm“, berichtet er nach dem fünften Aufenthalt im Land am Fuße des Mount Everest: „Über den Rotaryclub werden zwei Hilfsprojekte in Nepal unterstützt, das Geld wird dabei sinnvoll verwendet.“ Auch eine Familie im Gemeindegebiet von Weitra wird durch die Spendengelder unterstützt.