Bezirk Gmünd: Geht‘s im Winter auf die Pisten?. Auch im Gmünder Bezirk ist der Skiurlaub für viele ein Fixpunkt. Doch Covid-19 hat selbst das verändert.

Von Anna Hohenbichler, Sebastian Dangl und Karin Pollak. Erstellt am 25. November 2020 (05:09)
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Wer an den Winter denkt, denkt oft auch an eine verschneite Landschaft, weite Skipisten und manchmal sogar an ein paar Urlaubstage mit Familie oder Freunden.

„Seit ich klein war, fahren wir mit Bekannten in den Winterurlaub – meistens in den Semesterferien eine Woche nach Südtirol“, erzählt die aus Bad Großpertholz stammende Fußballerin und Skirennläuferin Lisa Weber.

Und im kommenden Winter?

„Geplant ist es schon, weil es für uns einen hohen Stellenwert hat, vor allem wegen der Bewegung an der frischen Luft“, betont sie. Aber: „Wir warten ab.“

Üblicherweise geht es in die Nähe von Innichen in Südtirol. Dort sei auf den Pisten weniger los, Covid-Maßnahmen wie Mindestabstände wären dadurch leichter einzuhalten, sagt Weber: „Après Ski würde ich sowieso nicht machen.“

Als Voraussetzung für den Erhalt von Ein- oder Zweitageskarten – und somit ein Funktionieren des Skibetriebes – könne sie sich den Einsatz von Schnelltests vorstellen.

Wintertourismus nur untergeordnete Rolle in Reisebüros

Der Skiurlaub ist bei Frank Reisen kein Hauptbereich, Busreisen zu den Wintersportorten seien laut Geschäftsführer Christoph Wurz das höchste der Gefühle. Doch selbst die werden heuer ausnahmslos gestrichen: „Mit der aktuellen Coronasituation ist es für uns ein viel zu hohes Risiko“, erklärt er.

Brigitta Strasser-Pölzl kann das aus ihrem Gmünder Reisebüro bestätigen: „Momentan sind die Anfragen eher wenig, weil jeder abwartet, wie sich die Lage entwickelt.“ Auch bei Pölzl-Reisen habe es in den Vorjahren Busreisen in Wintersportorte gegeben, ob der Planungsunsicherheit sei das aber heuer schwierig, erklärt sie.

Ähnliches berichtet auch Thomas Breit von Fam-Reisen: „Bei Skiurlauben ist es allgemein ein ganz geringer Bruchteil an Leuten, die übers Reisebüro buchen.“ Mit Covid-19 sei das nun ganz eingebrochen: „Die Leute machen urlaubstechnisch gerade gar nichts.“

Das ist nicht bei allen so

„Ich werde auch in diesem Winter einen Skiurlaub machen – natürlich nur, wenn es die Corona-Lage zulässt“, sagt Stefan Grusch.

Privat ist der Bezirkshauptmann begeisterter Skifahrer und Tourengeher: „Diesmal werde ich mich mehr mit dem Tourengehen beschäftigen. Ich habe bereits fix eine Unterkunft reserviert. Wenn alles passt, geht es im Jänner in die Steiermark.“

Urlaub entfällt, Arbeit bleibt

Gute Erinnerungen an den Winterurlaub hat auch Dietmar Stütz, Geschäftsleiter bei der Raiffeisenbank Oberes Waldviertel: Von Schladming über Bad Kleinkirchheim bis Sölden wedelte er schon über verschiedenste Pisten in Österreichs Skigebieten.

NOEN

„Aus jetziger Sicht werden wir keinen Winterurlaub machen“, sagt er. Diese Zeit zum Abschalten habe zwar hohen Stellenwert, trotzdem sei die Entscheidung nicht schwer gefallen: „Jetzt gibt es andere Prioritäten. Die Sicherheit steht im Vordergrund.“ Das Ersatzprogramm für den gestrichenen Winterurlaub? „Arbeiten gehen.“

Auch für den aus Heinrichs stammenden Rechtsanwalt Andreas Pascher, der in Wien eine Kanzlei und in Weitra eine Zweigstelle betreibt, ist in diesem Winter der Skiurlaub kein Thema: „Mit meiner Familie bin ich jedes Jahr in Schladming. Coronabedingt sind wir sehr zurückhaltend und werden diesen Urlaub ausfallen lassen.“

Wer heuer an den Winter denkt, denkt nicht mehr nur an eine verschneite Landschaft und weite Skipisten, sondern auch an Covid-19.

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