Gmünder Kameraden helfen in Nordmazedonien. Neuerlich mussten Kameraden aus dem Gmünder Bezirk in die Ferne ausrücken: Nach dem Hagel in Allentsteig und den Hochwassern in der Wachau ging es am 5. August nach Nordmazedonien, wo schwere Waldbrände toben. Gmünd stellt acht Feuerwehrleute, die in der Nacht auf 6. August vor Ort ankommen sollen. Ihr Einsatz ist für etwa eine Woche anberaumt.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 05. August 2021 (20:35)

Ausgerückt sind aus dem Gmünder Bezirk zunächst in den Morgenstunden mit der NÖ Wald- und Flurbrand-Truppe Bernhard Grill (Feuerwehr Karlstift) und Thomas Back (Großpertholz) im Kommandofahrzeug der Karlstifter Wehr, am frühen Nachmittag folgten Christoph Adamec mit dem Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Brand als Teil der Logistikeinheit NÖ sowie Dominik Krenn und Fritz Bauer (Hoheneich), Benjamin Thor und Wolfgang Fuchs (Albrechts) sowie Jochen Miniböck (Kleedorf).

Bezirks-Trio unterstützte Planung im Landesführungsstab
Mehrere Waldviertler Kameraden mussten kurzfristig Urlaube nehmen, Dienstfreistellungen arrangieren oder andere Lösungen für die zu erwartende Einsatzwoche suchen, um auf dem Balkan ehrenamtlich helfen zu können, sagt Michael Preissl, Bereitschaftskommandant im Katastrophenhilfsdienst für den Bezirk Gmünd. Er war im Vorfeld gemeinsam mit Manfred Staud (Großhöbarten) und Johann Preisl (Süssenbach) als Teil des Landesführungsstabes in Tulln in die Vorbereitung des Auslandseinsatzes involviert gewesen.

Eingeschränkte Infrastruktur als zweite Herausforderung
Das Innenministerium hatte nach einem Hilferuf aus der Region die Landesfeuerwehr-Verbände von Niederösterreich und der Steiermark angefordert, um die örtlichen Einsatzkräfte in Nordmazedonien bei der Bekämpfung der Waldbrände zu unterstützen. Insgesamt gut 3.000 Hektar Wald stehen hier aktuell in Flammen, bedrohen Wälder, Dörfer und Städte – befürchtet wird, dass der Höhepunkt noch gar nicht erreicht ist. Neben dem Feuer wird auch eine eingeschränkt funktionierende Infrastruktur als Herausforderung gesehen. Preissl: „Aus dem Grund ist auch der eigene Logistikzug unter anderem mit Duschen, Toiletten und Küche dabei.“ Geschlafen soll in mitgebrachten Feldbetten und Zelten werden.

Dankesworte des Bezirkskommandanten Dangl
Er sei stolz darauf, dass im 80-köpfigen Hilfstrupp aus Niederösterreich auch Mitglieder aus dem Bezirk Gmünd „an diesem internationalen Einsatzauftrag mitarbeiten, um der Bevölkerung in Nordmazedonien zu helfen“, wünscht Bezirkskommandant Erich Dangl unserer Abordnung alles Gute, und dass sie wohlauf wieder heimkommen wird.