Budweiser Flughafen hat bald nur einen Besitzer. Die Stadt Budweis gibt Anteil am Flughafen an den südböhmischen Kreis ab.

Von Alexandra Popel. Erstellt am 26. Juni 2020 (05:12)
Symbolbild

Die Stadt Budweis kann den Flughafen für 6,5 Millionen Kronen verkaufen. Der südböhmische Kreis wird dadurch der alleinige Flughafen-Eigentümer.

Mit diesem Deal liegen die Vorteile laut der tschechischen Nachrichten-Plattform www.indes.cz auf der Hand: Für den südböhmischen Kreis gibt es einen günstigen Kaufpreis, für České Budějovice ist es eine große finanzielle Entlastung durch das seit Jahren unrentable Unternehmen endlich weg.

Nach langwierigen Preisverhandlungen scheint die Transaktion nun abgeschlossen zu sein, das berichtet die Nachrichten-Plattform. České Budějovice wollte für den Flughafen mehr Geld. Laut Experten habe sich der Stadtanteil auf 33 Millionen Kronen (rund 1,24 Mio. Euro) belaufen. Letztendlich einigte man sich auf den Buchwert mit 6,5 Millionen Kronen (rund 244.460 Euro). „Das ist ein Gewinn für die Stadt, wir müssen in die Zukunft schauen und brauchen nicht mehr den Betrieb des Flughafens finanzieren. Außerdem ist der Marktwert zu diesem Zeitpunkt praktisch Null. Wir wissen ja nicht, wann geflogen wird“, erklärte der stellvertretende Oberbürgermeister Viktor Lavička.

Kreisvertreter müssen Kauf noch absegnen

Das letzte Wort bei dem Flughafendeal werden jedoch die Kreisvertreter haben. „Ich denke, wir sollten unter diesen Bedingungen den Kauf abwickeln“, sagte der Bezirkshauptfrau-Stellvertreter Josef Knot, der dadurch Vorteile bei der Suche nach potenziellen Partnern sieht: „Ein Eigentümer ist da sicherlich besser als zwei.“ Seitens der Gesellschaft Accolade gebe es bereits Kaufinteresse.

České Budějovice musste zwischen 2006 und 2018 rund 324 Millionen Kronen Betriebskosten aufbringen, die durch den Flughafenverkauf wegfallen. Auch die Modernisierung kostete schon Hunderte von Millionen Kronen.

Gerüchten zufolge könnte das Areal ab nächstem Jahr voll funktionsfähig sein. Regelmäßige Auslandsreisen oder Charterflüge sind aber noch nicht in Sicht.

Quelle: www.idnes.cz