Vor Wahlkarten: +7,9 % für VP, +1,6% für FP. Überdurchschnittlich hohe Gewinne für VP & FP, überdurchschnittlich hoher Verlust für SP im Bezirk Gmünd. VP feiert bisheriges Rekordergebnis!

Von Markus Lohninger. Erstellt am 27. Mai 2019 (00:08)
Von Golmer, Shutterstock.com
Symbolbild

Das Ergebnis der Europawahl 2019 im Bezirk Gmünd steht fest, und vor Auszählung der Briefwahlkarten am 27. Mai überrascht hier vor allem eine Abweichung zum bundesweiten Trend: Die FPÖ gewann bei den Wählerinnen und Wählern im Bezirk Gmünd trotz des Ibiza-Skandals sogar noch Stimmen dazu! 2.841 Stimmen bedeuteten für die FPÖ 17,34 und damit plus 1,61 Prozentpunkte gegenüber 2014.

Klare Wahlsiegerin war indes wie in der bundesweiten Rechnung die ÖVP, die 7.493 aller 16.385 in den Wahllokalen des Bezirkes abgegebenen gültigen Stimmen auf sich vereinen konnten. Mit einem Plus von 7,90 Prozentpunkten machte sie das leichte Minus von 2014 mehr als nur wett und feierte mit 45,7 Prozentpunkten ihren bis dato größten Erfolg bei einer EU-Wahl.

Deutlicher als im Bundestrend verlor hingegen die SPÖ im Bezirk Gmünd vor Auszählung der Briefwahl-Stimmen: -2,91 Prozent bedeuten insgesamt 25,06 Prozent. Randerscheinungen bleiben Grüne (-1,17 auf 5,94 %), NEOS (-0,71 auf 5,03 %), KPÖ (0,36 %) und „EUROPA“ (0,54 %).

VP +14,3% in Haugschlag, FP +12,9 % in Eggern

Zweistellig gewann die ÖVP in Haugschlag (+14,3 %), Bad Großpertholz (+12,2 %), Eisgarn (+10,8 %), Brand-Nagelberg (+10,8 %), Litschau (+10,2 %), Amaliendorf-Aalfang (+10,2 %) und Schrems (+10,2 %) dazu, in einzelnen Gemeinden gab es hingegen sogar ein Minus (vor allem: Moorbad Harbach -4,4 %).

Erdrutschartige Verluste setzte es für die SPÖ vor allem in Haugschlag (-10,1%) und der „roten Hochburg“ Brand-Nagelberg (-9,8 % trotz bestem Bezirksergebnis mit 44,46 %), in einigen Gemeinden gab es aber auch Zugewinne (Unserfrau-Altweitra, Großschönau, Amaliendorf-Aalfang und vor allem Waldenstein +3,1%).

Die FPÖ feierte in vielen Gemeinden Zugewinne, in Eggern gleich 12,9 Prozent (auf nun 23,9 %). Minimale Verluste setzte es nach dem „Ibiza-Gate“ lediglich in Heidenreichstein, Amaliendorf-Aalfang, Schrems, Hoheneich und Großschönau.

NEOS und Grüne erreichten ihre besten Gemeindeergebnisse jeweils in Moorbad Harbach (NEOS: +5,3 auf 10,3 %; Grüne: -2,3 auf 9,4 %).

Die Wahlbeteiligung liegt im Bezirk sogar vor Auszählung der Wahlkarten bereits über jener von 2014. Das Gesamtergebnis inklusive Briefwahl soll im Lauf des Montags feststehen, NÖN.at wird online umgehend darüber berichten.