Bezirksfest in Gmünd als Impuls für Miteinander

Erstellt am 22. Juni 2022 | 05:17
Lesezeit: 3 Min
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Die Stadtgemeinde Heidenreichstein wird – wie die anderen Gemeinden auch – beim Bezirksfest in der Flanierpromenade vertreten sein und heimische Schmankerl servieren. Im Bild: Karpfen-Spezialist Reinhard Sprinzl und Bürgermeister Gerhard Kirchmaier.
Foto: privat
Kooperation für Landes-Jubiläum wurde zum Zusammenkommen nach Einschränkungen.
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Es bedurfte einer eigenen Landesverfassung und eines eigenen Landtags, ehe das aus einem Bundesland zwei werden konnten. Diese Voraussetzungen wurden geschaffen, und am 1. Jänner 1922 konnte das Gesetz über die Trennung von Wien und Niederösterreich in Kraft treten. Anlässlich dieses Jubiläums feiert sich das Land heuer selbst, einer der größten Höhepunkte steht bevor: Am 25. und 26. Juni werden in den niederösterreichischen Bezirkshauptstädten Bezirksfeste veranstaltet.

Ich kann mich nicht erinnern, dass von irgendeiner Seite negative Stimmung kam.“ Stefan Grusch, Bezirkshauptmann

In Gmünd verteilen sich die Standorte wie berichtet auf eine Festbühne beim Alten Rathaus am Stadtplatz, eine Flanierpromenade mit Ständen der Gemeinden zum Schlosspark als „Erlebnispark“ mit Aktivitäten von Vereinen und Institutionen. Die Programmpunkte kommen dabei aus allen Teiles des Bezirkes.

Arbeit förderte Kontakte unter den Gemeinden

Am Programm wurde schon seit Monaten gearbeitet, die Organisation lief zu großen Teilen über die Stadtgemeinde Gmünd. Er selbst habe die Vorbereitungen dadurch vor allem als Beobachter mitverfolgt, sagt Bezirkshauptmann Stefan Grusch – und dabei hat er positive Entwicklungen in der Kooperation der Beteiligen wahrgenommen: „Die Vorbereitungen haben einen engen Kontakt der Gemeinden untereinander gebracht. Die handelnden Personen haben sich nach langer Zeit wieder getroffen, oder überhaupt erst kennengelernt.“

Gerade nach der langen Zeit der Kontaktbeschränkungen und Lockdowns infolge der Covid-Pandemie sei das Bezirksfest ein „wichtiger Impuls“ zum Miteinander. Allerdings nicht nur, was die 21 Gemeinden des Gmünder Bezirks betrifft. „Die Interessensvertretungen beteiligen sich genauso gut. Ich kann mich nicht erinnern, dass von irgendeiner Seite negative Stimmung kam – im Gegenteil, es sind gleich sehr viele Ideen entstanden“, lobt der Bezirkshauptmann.

Die Behörde selbst macht auch mit: Am Samstag erfolgt dort schon vor dem offiziellen Beginn des Festes der Auftakt: Um 9 Uhr wird eine Bildergalerie eröffnet, die in den Gängen des Gebäudes neu gestaltet wurde. Von dort geht es dann in die Stadt. „Ich bin stolz, dass wir als Behörde auch beteiligt sind und denke, dass das ein schönes Zeichen ist“, so Grusch.

Gastronomie: Alle sind dabei – wenn auch nicht vor Ort

Ähnliches hat auch Hopferl-Wirt Josef Hag wahrgenommen. Er war im Organisationsteam für die Koordinierung der Gastronomie-Betriebe zuständig. „Wir haben in bewährter Art und Weise eine Gemeinschaft gebildet, eine gemeinsame Vorgangsweise festgelegt und werden mit einem für den jeweiligen Betrieb typischen Angebot aus regionalen Speisen vertreten sein“, sagt er. Die Zusammenarbeit und Kommunikation untereinander sei sehr gut gelaufen, lobt Hag.

Nicht alle Gmünder Gastronomen können am 25. und 26. Juni am Stadtplatz dabei sein. „Deshalb findet sich auf den Tischunterlagen eine Übersicht mit den gesamten gastronomischen Angeboten in der Stadt“, erklärt er. Am Samstag wird im Rahmen des Wochenmarktes – er findet diesmal im Bereich des Brunnens statt – auch Schaukochen mit Produkten vom Markt geboten. Hag resümiert: „Alle arbeiten miteinander und helfen zusammen. Das ist sehr schön.“

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