Reaktion auf CO-Austritt bei TVG in Gmünd. Beim Gmünder Textilveredeler TVG läuft nach dem Großeinsatz in der Vorwoche der Betrieb wieder reibungslos. Ursache für den Zwischenfall war rasch gefunden.

Von Karin Pollak. Erstellt am 27. Februar 2021 (05:08)
„Es ist wieder alles in Ordnung, den Mitarbeitern geht es gut und die Maschine, die für den CO-Austritt in der Vorwoche verantwortlich war, ist wieder problemlos einsetzbar“, betont der Vertriebsleiter der Textilveredelung Gmünd GmbH, Manfred Mantler.
TVG

Der Großeinsatz von Feuerwehr, Rotem Kreuz, Polizei und EVN bei der Firma Textilveredelung Gmünd GmbH in der Weitraer Straße in der Vorwoche sorgte für großes Aufsehen. Die NÖN fragte beim Unternehmen nach, warum es zu diesem CO-Austritt überhaupt kommen konnte.

Die erste positive Meldung aus dem Unternehmen kam zum gesundheitlichen Zustand der sieben Mitarbeiter, die als Vorsichtsmaßnahme ins Krankenhaus eingeliefert worden sind. „All diesen Mitarbeitern geht es gut. Sie konnten nach den Untersuchungen sofort das Krankenhaus wieder verlassen. Keiner von ihnen hatte gesundheitliche Probleme“, betont der TVG-Vertriebsleiter Manfred Mantler.

„Es waren in keiner Sekunde Anrainer oder Mitarbeiter gefährdet gewesen.“ TVG-Vertriebsleiter Manfred Mantler

Auch die Ursache des CO-Austrittes sei auch rasch gefunden und auch gleich behoben worden. „Bei einer Maschine war eine Stellschraube verstellt worden. Dadurch hat das Sauerstoff-Gasgemisch nicht gepasst“, erklärt der Vertriebsleiter. Die tiefen Temperaturen der Tage vor diesem Zwischenfall hätten das ihre dazu beigetragen: „Da am Wochenende davor die Heizung in unserem Unternehmen ausgefallen ist und dadurch die Temperaturen in den Hallen auf lediglich vier Grad gefallen sind, haben sich die Maschinen bei ihrem Start nach der Wochenendpause am Montagmorgen besonders anstrengen müssen und besonders viel Energie verbraucht.

„Man kann das mit einem Kaltstart bei einem Auto vergleichen“, erklärt der Vertriebsleiter. All diese Faktoren hätten zu dem bedauerlichen Zwischenfall geführt. Der CO-Austritt sei aber nur im unmittelbaren Bereich der betroffenen Maschine messbar gewesen. „Es waren in keiner Sekunde Anrainer oder Mitarbeiter gefährdet gewesen“, klärt Mantler auf. Auf Anraten der Feuerwehr und des Arbeitsinspektorates wurde die besagte Verstellschraube abmontiert. „Diese darf nur mehr das Fachpersonal betätigen. Somit ist diese Fehlerquelle beseitigt. Das ist eine einfache, aber sehr effektive Maßnahme“, heißt es von TVG. Das sei auch von EVN-Mitarbeitern überprüft und für positiv befunden worden.

Evakuierungs-Übungen haben Wirkung gezeigt

Dieser Großeinsatz, der zum Glück unspektakulär verlaufen ist, brachte auch einige positive Erkenntnisse für die Unternehmensführung: „Die Brandmeldeanlage, die Rettungskette und auch die Evakuierung haben tadellos funktioniert. Man sieht, dass die jährlich vorgeschriebenen Evakuierungs-Übungen für unsere Mitarbeiter viel bringen. Im Ernstfall weiß man, was zu tun ist“, betont Manfred Mantler.

Übrigens: Die Maschinen des Gmünder Unternehmens TVG werden vorschriftsmäßig jährlich überprüft, das letzte Mal fand diese Überprüfung im Juni 2020 statt.