Freigabe für Bauland, uneinig bei Bahn-„Dringlicher“

Grundstücke in Waldenstein dürfen nun bebaut werden. Uneinigkeit gab es nur beim Bahn-Dringlichkeitsantrag.

Erstellt am 11. Oktober 2021 | 05:02
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Foto: Thaiview, Shutterstock.com

Für rund 25 neue Bauplätze in Waldenstein wurde im Sommer von Gemeindeseite wie berichtet der Grundstein gelegt. Nun hat der Gemeinderat die neue Aufschließungszone zur Bebauung freigegeben. Nächstes Jahr will die Gemeinde eine Energiegemeinschaft gründen und hat deshalb schon jetzt mit der „Energie-Zukunft-Niederösterreich“ einen Vertrag über Beratungsleistungen abgeschlossen. Die Kosten belaufen sich auf 3.000 Euro.

Eine der nächsten größeren Ausgaben betrifft die regelmäßig nötige Prüfung des gesamten Kanalnetzes in der Gemeinde: Der Auftrag mit 86.000 Euro netto wurde an die Firma Rohrnetzprofis Prüfservice GmbH vergeben. Zur Unterstützung der Feuerwehren will sich die Gemeinde beim Ankauf von neuen Feuerwehrhelmen mit einem Kostenbeitrag von 100 Euro pro Feuerwehrhelm beteiligen.

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Bevor diese Beschlüsse einstimmig getroffen wurden, hat Grünen-Mandatar Christian Oberlechner einen Dringlichkeitsantrag eingebracht, der sich auf den Titel „Die Gemeinde Waldenstein fordert den Vollausbau der Franz-Josefs-Bahn“ bezogen hat. Darin verankert: Eine Verkürzung der Fahrzeit von Gmünd bis Wien auf mittelfristig 90 Minuten und langfristig der Neubau einer Hochleistungsstrecke, auf der eine Fahrzeit von 72 Minuten erreicht werden könne, sowie der Bau eines zweiten Gleises. „Statt fossiler Autobahnen brauchen wir eine starke und schnelle Franz-Josefs-Bahn als Kernstück einer Waldviertler Mobilitätswende“, meint er. Die ÖVP hatte dem Antrag die Dringlichkeit nicht zuerkannt, SPÖ-Gemeinderat Dominik Pauer hat sich der Stimme enthalten.

Das Land habe mit dem Mobilitätspaket eine gute Basis für die Verkehrszukunft im Waldviertel geschaffen, sagt Bürgermeister Alois Strondl (ÖVP) zur Ablehnung des Antrages. Und was den Klimaschutz auf Gemeindeebene betrifft? „Ich glaube, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“ Dafür werde er sich weiterhin einsetzen.