Anschlussproblem für Pendler: Zeitpuffer reicht nicht. Verspätete Busse aus St. Pölten, verpasste Anschlüsse an Franz-Josefs-Bahn: Keine Abhilfe in Sicht.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 04. Mai 2018 (05:13)
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Symbolbild/VOR

Die vielfach gepriesenen Verbesserungen der Verbindungen im öffentlichen Verkehr kann eine Gmünder NÖN-Leserin nicht nachvollziehen: In ihrem Fall habe sich die Verbindung von Gmünd und Horn sogar verschlechtert.

Auf der Wieselbus-Linie E von St. Pölten nach Waidhofen gebe es gehäufte Verspätungen, ihre Tochter verpasse dann von Horn kommend in Göpfritz (Planankunft 17.41 Uhr) den Anschlusszug um 17.47 Uhr nach Gmünd. Die 20 Minuten später folgende Verbindung sei weggefallen, sodass sie nun 50 Minuten warten müsse. „Urgenzen“ um eine Anpassung von Fahrzeit bzw. Fahrplan hätten nichts gebracht.

"Ich kann nur um Verständnis bitten"

Seitens des Verkehrsverbundes Ost-Region (VOR) bestätigt Sprecher Georg Huemer einzelne Verspätungen der Linie, „die im Raum Krems ihren Ursprung haben“. Man sei in Kontakt mit der NÖN-Leserin, verstehe ihre Anliegen. Bloß: Der Verkehrsverbund müsse einen „für möglichst viele Fahrgäste passenden öffentlichen Verkehr“ organisieren. Lasse man die Buslinie E früher in St. Pölten abfahren, habe das negative Folgen für etwa 70 weitere Fahrgäste, einige könnten den Bus dann wegen ihrer Arbeitszeiten nicht erreichen.

Die Gmünderin stehe dem als einziger Gast mit einem Vorteil gegenüber. Huemer: „Ich kann nur um Verständnis bitten, dass wir seriöserweise nicht die überwiegende Mehrheit der Fahrgäste massiv schlechter behandeln können, weil im Verspätungsfall ein Fahrgast eine zugegebenermaßen nicht optimale Weiterverbindung hat.“

Generell stört die Gmünderin, dass es keine Direktverbindung der Bezirkshauptstädte Gmünd und Horn gibt. Mit einer solchen fiele freilich die Abhängigkeit von Anschlusszeiten weg.