Moorheilbad und Lebensresort starten wieder. Das Moorheilbad ist wieder in Betrieb, Lebens.Resort Ottenschlag öffnet nächste Woche.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 20. Mai 2020 (03:57)
Das Moorheilbad Harbach als einer der Leitbetriebe im Waldviertel nahm am Montag wieder seinen Betrieb auf. Die Öffnung folgt schrittweise – die ersten Gäste sind orthopädische Rehabilitations-Patienten. Ende Mai wird dann mit der „Gesundheitsvorsorge Aktiv“ begonnen. Das Gesundheitszentrum Zwettl startete am Montag ebenfalls neu, der Partnerbetrieb in Ottenschlag wird erst nächste Woche wieder geöffnet.
privat

Nach beinahe genau zwei Monaten wird die Betriebspause in den Waldviertler Rehabilitations- und Gesundheitszentren Moorheilbad Harbach und Lebens.Resort Ottenschlag wieder beendet. Begleitet wird die Wieder-Inbetriebnahme von einem umfangreichen Paket an Vorsichts- und Hygienemaßnahmen, die auf den Vorgaben der Gesundheitsbehörden und Versicherungsträger basieren.

„Wir wollen, dass sich die Patienten bei uns sicher aufgehoben fühlen und in diesem Rahmen auf unsere hochwertige medizinische, therapeutische und pflegerische Kompetenz zählen können“, heißt es dazu von Karin Weißenböck, der Geschäftsführerin der beiden Unternehmen. Die vom Gesundheitsministerium angeordnete Schließung habe eine „noch nie da gewesene und vor allem herausfordernde Situation“ gebracht, wie es sie in der 40-jährigen Unternehmensgeschichte noch nicht gegeben habe, betont Weißenböck.

„Eine noch nie dagewesene und vor allem herausfordernde Situation, wie es sie in der 40-jährigen Unternehmensgeschichte noch nicht gegeben hat.“ Geschäftsführerin Karin Weißenböck über die vergangenen Wochen

Langsam hochgefahren wurde der Betrieb des Moorheilbades Harbach bereits am Montag. Die ersten, die ihre Zimmer in Harbach bezogen haben, sind orthopädische Rehabilitations-Patienten.

Im Lebens. Resort Ottenschlag muss die Öffnung indes noch eine Woche warten. Hier werden die ersten Patienten nach der corona-bedingten Schließung ihre Rehabilitation für psychische Erkrankungen in Angriff nehmen. In den folgenden Wochen sollen dann stufenweise auch Patienten der anderen Fachbereiche dazu kommen, Ende Mai beispielsweise wird das Programm „Gesundheitsvorsorge Aktiv“ wieder aufgenommen.

„Gemeinsam mit unserem Expertenteam haben wir für diesen Re-Start Richtlinien definiert, der unseren Patienten die Möglichkeit geben, innerhalb eines möglichst sicheren Rahmens ihr umfassendes Therapieprogramm zu absolvieren und ihre Gesundheit damit zu stärken“, streicht Karin Weißenböck hervor. Die Richtlinien basieren auf den Vorgaben der Versicherungsträger und Gesundheitsbehörden, wobei hier auch weiterhin enge Abstimmungen stattfinden sollen.

Besucher dürfen vorerst noch nicht kommen

Ein eigenes Vorsichtsmaßnahmen-Paket soll den Patienten jedenfalls einen sicheren Aufenthalt ermöglichen. Dazu gehören das verpflichtende Tragen des Mund-Nasen-Schutzes, ein verpflichtender PCR-Test bei der Aufnahme sowie die Reduktion der Teilnehmer bei Gruppentherapien. Ein eigenes Leitsystemen soll zudem das Abstandhalten erleichtern. Jeder Patient wird angehalten, ein eigenes Gesundheitstagebuch zu führen. „So lassen sich Veränderungen des Gesundheitszustandes rasch erkennen“, erklärt Weißenböck. Das Einschleppen des Coronavirus von außen soll unter anderem dadurch minimiert werden, dass keine Besucher erlaubt sind und das hauseigene À-la-Carte-Restaurant sowie das Hallenbad der Öffentlichkeit bis auf Weiteres nicht zur Verfügung stehen.

Auch für die Mitarbeiter definierten die beiden Gesundheitszentren umfangreiche Maßnahmen. So wurden sie bereits im Vorfeld intensiv in Hygiene- und Vorsorgemaßnahmen geschult und mit der notwendigen Schutzausrüstung ausgestattet. Damit soll gewährleistet sein, dass sie so „in sorgsamer Art und Weise den Patienten alle wesentlichen Behandlungsformen ermöglichen“, betont Weißenböck. Die zugleich die Gelegenheit nutzt, um sich zu bedanken: „Wir sind unseren Mitarbeitern vor allem für ihre Treue und Geduld in den letzten Wochen dankbar und freuen uns, mit ihnen in diese herausfordernde Zukunft zu gehen.“

Unter ähnlichen Rahmenbedingungen wie im Moorheilbad Harbach hat auch das Gesundheitszentrum Zwettl am Montag den Betrieb wieder aufgenommen.