Post gefilzt: 10.000 Euro Schaden. Postlerin bediente sich bei über 100 Sendungen – und sammelte die Beweise.

Erstellt am 15. Juli 2014 (11:02)
NOEN, Christian Feigl

Einen Gesamtschaden von 10.000 Euro verursachte eine im Bezirk Gmünd wohnhafte ehemalige Mitarbeiterin (33) der österreichischen Post. Sie ist dringend verdächtig und teilweise auch geständig, zwischen Jänner und 24. März des heurigen Jahres im Zuge ihrer Tätigkeit in der Vorsortierung und als Zustellerin in Gmünd mindestens 136 Postsendungen, darunter auch eingeschriebene Schreiben, geöffnet und den Inhalt nach Bargeld und anderen Wertgegenständen durchsucht – und diese auch entnommen zu haben.

Ins Rollen kam der Fall durch eine Häufung an Beschwerden. Zunächst wurde der postinterne Erhebungsdienst aktiv, dann wurde der Fall an die Polizei weitergereicht.

Seit dem 24. März führte die Kriminaldienstgruppe der Polizeiinspektion Gmünd gemeinsam mit der postinternen Stelle die Erhebungen. Ein Großteil der Sendungen konnte im Privat-Pkw und der Wohnung der Verdächtigen sichergestellt werden. Neben Bargeld, Schmuck, Gutscheinen und Sparbüchern befanden sich in den Sendungen auch Urkunden wie KFZ-Typenscheine oder Vollmachten. Die Beschuldigte wurde auf freiem Fuß bei der Staatsanwaltschaft Krems angezeigt.