Red Bull im Anflug auf Budweis. Vor Start des internationalen Airports: Trainings-Zentrum um „Flying Bulls“ entsteht.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 14. August 2018 (17:11)
Wollen an einem Strang ziehen: Co-Pilot Hans Pallaske, Projektleiter Dieter Pammer und Raimund Riedmann, Chefpilot „Flying Bulls“ – im Bild vor der B-25J am Budweis Airport in Planá.
Thomas Magyar/Fotodesign

In gut 50 km Entfernung zur Grenze soll bald der dann nächstgelegene internationale Flughafen eröffnet werden: Nach Jahren der Ungewissheit sollen ab Mai 2020 Linien- und Charter-Flieger von Boeing bis Airbus am internationalen Flughafen České Budějovice abheben, die Verantwortlichen spekulieren wie berichtet mit 80.000 Flugpassagieren pro Jahr im Vollbetrieb.

Internationale Aufmerksamkeit erlangte der Airport vorige Woche jedenfalls, als der zweimotorige silberne Bomber B-25J „Mitchell“ aus dem Red-Bull-Hangar in Salzburg mit Chefpilot Raimund Riedmann an Bord hier landete. Die weltbekannte Kunstflugstaffel „Flying Bulls“ hat die frühere Militärbasis in Budweis nämlich zu ihrer Trainingsbasis auserkoren.

Projektleiter Dieter Pammer – ein Oberösterreicher – sieht die „fliegenden Bullen“ als Schlüsselfigur in der Gründungs- und Entwicklungsphase des „Aviation Innovation Center“, für das ein 120 ha großer Bereich zur Verfügung steht.

Zum Einstimmen soll Mega-Airshow kommen

Er kündigt in dem Zusammenhang ein großes Flugspektakel „für Südböhmen, Ober- und Niederösterreich“ an, das 300.000 Besuchern ein „AIRlebnis“ bieten soll.

„Der Mai 2020 ist unsere Deadline. Jetzt geht es ans Eingemachte“, krempelt Pammer die Ärmel hoch. Der Airport entstehe, wo Wirtschaft und Tourismus dank Kreishauptstadt Budweis bzw. Weltkulturerbe Český Krumlov mit einer Million Nächtigungen pro Jahr jetzt schon stattfinden, ist er überzeugt: „Es ist die richtige Zeit, es ist der richtige Ort – und es wird auch ins Waldviertel wesentlich ausstrahlen!“